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Frau kann Fanzug-Verdächtigen nicht identifizieren

Vergewaltigung im Fußball-Sonderzug

In einem Zug voller Fußball-Fans soll eine 19-Jährige sexuell vergewaltigt worden sein. Doch die Ermittlungen stellen sich für die Polizei als schwierig heraus. Die 19-Jährige hat Erinnerungslücken.

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Düsseldorf

, 09.05.2018
Frau kann Fanzug-Verdächtigen nicht identifizieren

Eine 19-Jährige soll in diesem Zug vergewaltigt worden sein, doch sie erkennt den Tatverdächtigen auf Fotos nicht wieder. © dpa

Nach der mutmaßlichen Vergewaltigung in einem Sonderzug für Fußballfans hat eine junge Frau den tatverdächtigen Mann auf Fotos nicht wiedererkannt. Das geht aus einem Untersuchungsbericht der Landesregierung hervor.

Die Aussage der 19-Jährigen sei „von erheblichen Erinnerungslücken geprägt gewesen“, heißt es darin. Den beschuldigten Mann habe sie „im Rahmen einer Wahllichtbildvorlage nicht wiedererkannt“.

Erst unterhalten, dann geküsst

Deshalb habe die Staatsanwaltschaft auch keinen Haftbefehl gegen den damals 30-Jährigen beantragt. Der Rechtsausschuss des Landtags will sich am Mittwoch (13.30) mit dem Sexualdelikt in einem Sonderzug voller Borussiafans befassen.

Laut Bericht hatte das betrunkene mutmaßliche Opfer den Beschuldigten Mitte April auf der Rückreise vom Spiel Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach im „Samba-Wagen“ des Fanzuges kennengelernt. Die 19-Jährige habe sich nach ihrer eigenen Aussage erst mit ihm unterhalten, dann hätten sich beide zunächst vor und schließlich in der Toilette des Zuges geküsst.

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„Obwohl sie weitere Handlungen sexueller Natur gegenüber dem Beschuldigten verbal abgelehnt habe, sei es dann gleichwohl zum Geschlechtsverkehr gekommen“, hatte die Frau laut Bericht ausgesagt.

Der Mann sitzt unabhängig von den jüngsten Vorwürfen hinter Gittern. Er hatte sich am Montag nach der Fahrt in einer Haftanstalt in Nordrhein-Westfalen gemeldet, um wegen einer anderen Straftat eine mehrmonatige Freiheitsstrafe anzutreten. Dabei ging es um eine Strafe wegen Körperverletzung, die ursprünglich zur Bewährung ausgesetzt war.

dpa