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Hungertod eines Zweijährigen: Siebte Prozess-Unterbrechung

Nach insgesamt sieben Unterbrechungen wird der Prozess um den Hungertod eines Zweijährigen und die Unterernährung seiner jüngeren Schwester am späten Mittwochnachmittag fortgesetzt. Offen ist, ob das Landgericht Arnsberg an diesem bislang letzten Verhandlungstermin noch ein Urteil sprechen wird oder neue Termine festlegt.

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Arnsberg

, 16.05.2018
Hungertod eines Zweijährigen: Siebte Prozess-Unterbrechung

Das Schild des Landgerichts Arnsberg in NRW. Foto: Bernd Thissen/Archiv

Der Anwalt der 41-jährigen angeklagten zehnfachen Mutter hat im Laufe des Tages mehrere neue Anträge gestellt, über die das Gericht jeweils entscheiden musste. Die Folge waren wiederholte, stundenlange Unterbrechungen. Hauptforderung des Verteidigers ist die Bestellung eines Zweitgutachtens zur Bewertung der Schuldfähigkeit seiner Mandantin.

Der vom Gericht beauftragte psychiatrische Gutachter hält die mittlerweile 41-Jährige für schuldfähig. Der Anwalt der Frau hatte in den vergangenen Monaten immer wieder Beweisanträge und zuletzt auch neue Befangenheitsanträge gegen die verhandelnde Strafkammer gestellt. Ursprünglich sollte bereits im Februar ein Urteil gesprochen werden.

Die Anklage wirft der Frau im Fall des Jungen Körperverletzung mit Todesfolge, im Fall seiner damals neun Monate alten Schwester gefährliche Körperverletzung durch Unterlassen vor.