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Sportgericht hievt DJK Stadtlohn auf Platz eins

Fußball: 4:1 für DJK IV gegen Gronau bleibt bestehen

Die Ausgangslage im Titelrennen der Kreisliga D1 hat sich einen Spieltag vor Saisonende entscheidend verändert. Grund dafür ist ein Urteil des Bezirkssportgerichts, Nutznießer die DJK Eintracht Stadtlohn IV.

STADTLOHN

, 23.05.2018
Sportgericht hievt DJK Stadtlohn auf Platz eins

© picture alliance / dpa

Noch am Pfingstmontag stand die SG Gronau III an der Tabellenspitze der Kreisliga D1. Mit 54 Punkten einen Zähler vor der DJK Eintracht Stadtlohn IV. Eine Entscheidung des Bezirkssportgerichts (BSG) hievte nun aber die Eintracht (56 Punkte) auf Platz eins, indem es das Spitzenspiel gegen Gronau nachträglich doch zugunsten der DJK wertete und damit ein Urteil des Kreissportgerichts Ahaus/Coesfeld kippte. Wie ist das passiert?

Am 19. April war das Spitzenspiel in Stadtlohn beim Stand von 1:1 Mitte der zweiten Halbzeit wegen Dunkelheit vom Hauptplatz auf einen Nebenplatz des Wessendorf Stadions verlegt worden (Münsterland Zeitung berichtete). Unter Flutlicht wurde es dort fortgesetzt und die Eintracht setzte sich nach drei Treffern infolge eines Gronauer Platzverweises mit 4:1 durch. Gegen die Spielwertung legten zunächst die Gronauer Einspruch ein – mit Erfolg. Das Kreissportgericht sah im Platzwechsel einen Regelverstoß des Schiedsrichters und entschied am 29. April, dass die Partie neu angesetzt werden müsse.

Gegen dieses Urteil legten wiederum die Stadtlohner Berufung ein – ebenfalls mit Erfolg. Am Dienstag dieser Woche verkündete der zuständige Einzelrichter des BSG, dass die ursprüngliche Wertung der Partie (4:1 für die DJK) weiter Bestand hat.

„Im Interesse der Vereine“

„Hätte der Schiedsrichter das Spiel zu dem Zeitpunkt wegen der Dunkelheit abgebrochen, ist unstreitig, dass eine Neuansetzung erfolgen musste“, heißt es in der Begründung. „Im vorliegenden Fall hat der Schiedsrichter das Spiel aber gerade nicht abgebrochen, sondern es wurde eine Lösung im Interesse beider Vereine gefunden und das Spiel ohne große Verzögerung auf dem Nachbarplatz fortgeführt.“

Übereinstimmend hätten der Schiedsrichter sowie der Stadtlohner Trainer Sascha Hörnemann bezeugt, dass auch der Gronauer Spielertrainer Sven Rejall dem beabsichtigten Platzwechsel zugestimmt habe. Er habe ausdrücklich sogar die Fortführung des Spiels gefordert. Ihren Einspruch begründeten die Gronauer damit, dass sie nicht gefragt worden und der Aufforderung des Schiedsrichters kommentarlos gefolgt seien. „Dass eine derart wichtige Entscheidung ‚kommentarlos‘ und ‚ohne befragt zu werden‘ getroffen wurde, bewertet das Gericht nach allgemeiner Lebenserfahrung als nicht überzeugend“, heißt es in der Begründung weiter. „Vielmehr wird der Grund des Einspruchs der SG Gronau in der Tatsache zu finden sein, dass das Spiel [...] mit 4:1 verloren ging.“

Platzverweis als Ursache

Selbst wenn ein Regelverstoß des Schiedsrichters vorgelegen hätte, hätte der Einspruch laut BSG nur dann Erfolg gehabt, wenn er die Spielwertung mit hoher Wahrscheinlichkeit beeinflusst hätte. „Das Spiel wurde jedoch erst infolge des Platzverweises von der SG Gronau verloren.“

Die DJK könnte nun also am Sonntag mit einem Sieg gegen die SF Graes II die Meisterschaft und den Aufstieg in die C-Liga feiern.