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Zu laut geböllert: Männer an Silvester niedergestochen

Recklinghausener soll Feiernde angegriffen haben

Ein Rentner steht unter Verdacht, in der Silvesternacht die Freunde zweier Nachbarn niedergestochen zu haben. Dabei ist der Mann kein Unbekannter für die Justiz - es wäre nicht die erste Tat des 70-jährigen Recklinghauseners.

BOCHUM/RECKLINGHAUSEN

, 30.05.2018
Zu laut geböllert: Männer an Silvester niedergestochen

Der 70-Jährige saß wegen Totschlags bereits im Gefängnis. © Jörn Hartwich

Es passierte in der Silvesternacht, gegen 1.30 Uhr. Der 70-jährige Rentner aus Recklinghausen soll im Hausflur einen Streit angezettelt und dann mit einem wuchtigen Küchenmesser (Klingenläge 20 Zentimeter) zugestochen haben. Die Opfer waren zwei Freunde einer Nachbarin. Sie hatten auf der Straße geknallt, wollten dann zurück in ihre Wohnung, um dort zu übernachten.

Genau das wollte der angeklagte Rentner möglicherweise nicht zulassen. Das Messer soll er während des Streits aus seiner Küche geholt haben. Der Angriff soll anschließend völlig überraschend erfolgt sein. Einer der Männer wurde in den Bauch gestochen, der andere in die Hüfte. Laut Anklage nahm der 70-Jährige den Tod der beiden Männer in Kauf, die mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert wurden.

Bereits in den Achtzigern getötet

Zum Prozessauftakt vor dem Bochumer Schwurgericht hat sich der Angeklagte nicht zu den Vorwürfen geäußert. Auch zu seinem Lebenslauf will er schweigen. Dabei könnte gerade das interessant sein. Der 70-Jährige hat nämlich schon Jahre im Gefängnis gesessen – wegen Totschlags. Er ist 1981 vom Landgericht München zu zehneinhalb Jahren Haft verurteilt worden.