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Bett der Eltern brannte: Psychisch kranker Sohn vor Gericht

Ein psychisch kranker Mann muss sich wegen einer Explosion in einem Wohnhaus in Mönchengladbach vor Gericht verantworten. Das teilte das Landgericht am Freitag mit. Der damals 22-Jährige soll im Dezember ein Feuer in der Wohnung seiner Familie gelegt haben, bei dem es zu einer Verpuffung kam. Neun Menschen in dem Mehrfamilienhaus erlitten leichte Rauchvergiftungen. Die Wohnung war anschließend unbewohnbar. Dem Beschuldigten werden versuchter Mord, besonders schwere Brandstiftung und Herbeiführen einer Explosion vorgeworfen.

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Mönchengladbach

, 01.06.2018
Bett der Eltern brannte: Psychisch kranker Sohn vor Gericht

Eine Strafprozessordnung liegt auf einem Tisch. Foto: Nicolas Armer/Archiv

Schon seit Jahren galt der Mann als psychisch krank. Am Tattag hatte er laut Anklage zunächst versucht, das Auto seines Vaters mit einem Brandbeschleuniger anzuzünden. Danach soll er das Bett seiner Eltern mit Benzin getränkt und ein Feuer gelegt haben. Die Flammen breiteten sich aus. Durch eine Verpuffung platzten Fensterscheiben. Der Schwester des Beschuldigten war laut Anklage der Fluchtweg versperrt. Sie sei durch die Feuerwehr gerettet worden. Auch mehrere Hausbewohner seien abgeschnitten gewesen und hätten sich ohne Hilfe der Feuerwehr nicht allein in Sicherheit bringen können.

Die Verhandlung im Juni wird vor dem Landgericht Mönchengladbach als sogenanntes Sicherungsverfahren durchgeführt, da der 22-Jährige die Taten im Zustand der Schuldunfähigkeit begangen haben soll.