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Was es zu beachten gilt

Wirkung von Thermalbädern

Thermalbäder erfreuen sich großer Beliebtheit. Das warme Wasser hat einen positiven Effekt auf den Körper. Wer sich allerdings eine heilende Wirkung von dem Bad verspricht, sollte genau hinschauen.

05.06.2018
Was es zu beachten gilt

Prof. Dr. med. Andreas Michalsen hat die Stiftungsprofessur für klinische Naturheilkunde an der Berliner Charité inne und ist Chefarzt der Abteilung Naturheilkunde am Immanuel Krankenhaus Berlin. © Wolfgang Wedel/Immanuel Diakonie GmbH/dpa-tmn

Für viele ist es ein herrliches Gefühl, sich in ein Becken mit warmem Wasser gleiten zu lassen. Die Schwerkraft wirkt darin nicht mehr so stark, die Gelenke werden gewärmt und dadurch beweglicher, der Blutdruck sinkt, erläutert Prof. Andreas Michalsen, Chefarzt der Abteilung Naturheilkunde im Immanuel Krankenhaus Berlin. In vielen Thermalbädern warnen allerdings Schilder davor, zu lange im heißen Nass zu bleiben. „Der Körper wird ganz ähnlich gefordert wie bei 75 Watt auf einem Fahrradergometer.“ Deswegen sind 20 bis 30 Minuten eine gute Richtschnur.

Menschen mit Herzschwäche müssen sehr vorsichtig sein. Druck und Wärme des Wassers wirken auf die Blutgefäße und können das Herz zusätzlich belasten. Wer Probleme mit dem Herz-Kreislauf-System hat, fragt besser vor dem Thermenbesuch seinen Arzt. Einige Bäder versprechen auch spezielle gesundheitliche Effekte durch die Quelle. Einigermaßen belegt ist das Michalsen zufolge jedoch nur für Quellen, die Schwefel, Radon oder Sole enthalten. Schwefel etwa kann Menschen mit Rheuma oder Arthritis helfen, Sole hat sich bei Allergien oder Schuppenflechte bewährt, Radon bei Schmerzen in den Gelenken, erläutert Andreas Michalsen.

Wer das ausprobieren möchte, dem rät er zu einem Aufenthalt in einem zertifizierten Heilbad. Der Deutsche Heilbäderverband hat Qualitätsstandards für Kurorte erarbeitet. Die jeweiligen Heilmittel vor Ort wie Radon, Schwefel oder Sole müssen begutachtet und ihre Wirkung bestätigt sein.

dpa

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