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Vorbeugen und im Notfall richtig handeln

Gefährliche Herzerkrankungen

Herzerkrankungen sind weit verbreitet und zählen nach wie vor zu den häufigsten Todesursachen in Nordrhein-Westfalen. Gefährlich wird es, wenn Herz und Gefäße hohem Stress durch Bluthochdruck, Diabetes mellitus und zu hohen Cholesterinwerten ausgesetzt sind. Diese Erkrankungen zählen zu den wichtigsten Risikofaktoren für die Koronare Herzkrankheit (KHK) mit dem akuten Herzinfarkt, der Herzinsuffizienz, auch Herzschwäche genannt, oder Herzrhythmusstörungen.

05.06.2018
Vorbeugen und im Notfall richtig handeln

Ein gesunder Lebensstil mit regelmäßiger Bewegung und gesunder Ernährung hilft Herzerkrankungen vorzubeugen. © AOK

Obwohl Alter, erbliche Belastung und Geschlecht eine Rolle spielen, ist die Hauptursache für die Entstehung von Herzerkrankungen unser heutiger Lebensstil: Durch zu wenig Bewegung, ungesunde Ernährung, Übergewicht, Rauchen und Stress werden Risikofaktoren wie Bluthochdruck, zu hohe Cholesterinwerte und Diabetes gefördert. Zur Vorbeugung sind daher ein gesunder Lebensstil und ein regelmäßiger Gesundheitscheck sehr wichtig, raten die AOK-Experten. So ist die Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ein Schwerpunkt des „Check up 35“, den die gesetzlichen Krankenkassen ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre für ihre Versicherten übernehmen.

Patientenschulungen mit wertvollen Infos

Für Patienten, die an einer KHK leiden, ist es ratsam, an einem Disease-Management-Programm teilzunehmen, etwa am AOK-Curaplan, um alle Behandlungsbausteine bestmöglich zu koordinieren. Ziel der strukturierten Behandlung ist es, die Beschwerden zu reduzieren, Infarkte zu verhindern und die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Fester Bestandteil sind Schulungen mit wertvollen Informationen über die Risikofaktoren für eine Herzerkrankung sowie für Folge- und Begleiterkrankungen, zur Blutdruckmessung und Medikamenteneinnahme sowie praktischer Unterstützung für die persönliche Lebensführung. Die Teilnahme am AOK-Curaplan ist freiwillig. AOK-Versicherte, die sich für die Teilnahme entscheiden, füllen gemeinsam mit dem behandelnden Arzt die entsprechenden Unterlagen aus. Weitere Informationen sowie einen Selbsttest für ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen unter aok.de/nw, Rubrik Medizin & Versorgung, Behandlungsprogramme.

Im Notfall schnell und richtig handeln

Viele Menschen kennen die Symptome eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls, wissen aber nicht, was im Notfall zu tun ist. Schnelles Handeln kann dann überlebenswichtig sein. Denn hier gilt: Zeit ist Leben. Ein Schlaganfall oder ein akuter Herzinfarkt sind Erkrankungen, bei denen jede Minute zählt und auf jeden Fall der Notarzt informiert werden sollte. Auch wenn die Betroffenen es selbst häufig ablehnen, weil es ihnen unangenehm ist oder die Warnsignale nicht richtig einschätzen, sollten sich Angehörige, Kollegen oder auch Passanten über diese Bedenken hinwegsetzen, wenn sie es für erforderlich halten. Denn schnelle Hilfe beeinflusst auch, wie weit sich der Betreffende später wieder körperlich erholen kann. Im Zweifelsfall ist es immer besser, den Rettungsdienst einmal zu viel zu holen, so die AOK-Experten.

Notfall 112

In lebensbedrohlichen Notfällen erreicht man über die bundesweite Notruf-Telefonnummer 112 die Leitstelle des Rettungsdienstes. Damit man dort die Lage richtig einschätzten kann, werden „W-Fragen“ gestellt. Die Antworten sind wichtig: WAS ist passiert? WELCHE Symptome zeigt der Betroffene? WO befindet sich dieser: Ort, Straße, Hausnummer? WER ruft an? Name und Telefonnummer für mögliche Rückfragen nennen. Und WARTEN: Jetzt nicht einfach auflegen, denn es kann Nachfragen geben oder Hinweise, was akut zu tun ist. Der Anruf wird immer von der Notrufzentrale beendet.

Wer nachts und am Wochenende dringend ärztliche Hilfe benötigt, die Behandlung aus medizinischen Gründen jedoch nicht bis zum nächsten Tag warten kann, erreicht über die bundesweit einheitliche Rufnummer 116 117 (ohne Vorwahl) den ärztlichen Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigungen. Für lebensbedrohliche Notfälle ist der Bereitschaftsdienst allerdings nicht zuständig.

AOK NORDWEST: Kopenhagener Straße 1 44269 Dortmund Tel. (0231) 4 19 30 E-Mail: kontakt@nw.aok.de www.aok.de/nw
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