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Unsicherheit vor Wahlvotum der Türken in Deutschland

Vor der Stimmabgabe in Deutschland für die Wahlen in der Türkei ab diesem Donnerstag herrschen Experten zufolge in der türkischen Community Unsicherheit und Misstrauen. Es gebe große Angst, offen über Politik zu sprechen, sagte Nordrhein-Westfalens Integrationsstaatssekretärin Serap Güler (CDU) in Köln. Osman Okkan vom KulturForum TürkeiDeutschland sprach von „geduckter Stimmung“ und weit verbreiteter Sorge vor Denunzierung.

Köln

06.06.2018
Unsicherheit vor Wahlvotum der Türken in Deutschland

Osman Okkan, Dokumentarfilmer und Sprecher des Kulturforums Türkei Deutschland e.V.. Foto: Oliver Berg

Gut 1,4 Millionen Menschen mit türkischem Pass können sich bundesweit an der Parlaments- und Präsidentenwahl beteiligen. Staatssekretärin Güler sagte, sie rechne bei der Abstimmung, die bis zum 19. Juni läuft, mit einer höheren Beteiligung als beim türkischen Verfassungsreferendum 2017. Damals beteiligten sich in Deutschland gut 46 Prozent der Wahlberechtigten.

Von insgesamt rund fünf Millionen Auslandstürken leben drei Millionen in Deutschland, denen damit aus Sicht der Türkei die mit Abstand größte Bedeutung zukomme, betonte Haci-Halil Uslucan vom Zentrum für Türkeistudien an der Uni Duisburg-Essen. Ob Präsident Recep Tayyip Erdogan, der seit dem Putschversuch vor zwei Jahren rigoros gegen Kritiker vorgeht, gleich im ersten Wahlgang am 24. Juni wiedergewählt wird, gilt nach letzten Umfragen keineswegs als sicher.