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Wenn Mama schreit...

NORDKIRCHEN Basketball - nur ein Sport für große Jungs? Nicht so in Nordkirchen. Hier geht schon seit vielen Jahren auch das weibliche Geschlecht erfolgreich auf Körbejagd.

von Von Kevin Kohues

, 16.10.2007

Die Frauen waren zwischenzeitlich sogar mal in der Oberliga. Heute liegt die Truppe von Frank Benting auf Titelkurs in der Bezirksliga. Und auch die Mädchen dribbeln, passen und werfen mit Leidenschaft. Je nach Alter in der U12- oder U18-Mannschaft.

"Es ist ein schnelles, spannendes Spiel, auch bei 20 Punkten Vorsprung ist oft noch nichts entschieden", beschreibt Irina Tepe die Faszination. Sie spielt selbst in der Damenmannschaft und trainiert gemeinsam mit Iris Heckmann das U18-Team. Die Mädchen spielen in der Kreisliga. Und haben sich ebenfalls das ehrgeizige Ziel Aufstieg gesetzt. Zwei Siege, eine Niederlage und Platz drei stehen zum Saisonstart zu Buche.

Wie die Mutter, so die Tochter

Im Mittelpunkt steht für die zwölf- bis 16-jährigen Mädels aber der Spaß. "Ich habe mit Basketball angefangen, weil es ein Teamsport ist", erzählt Annika Klomp. Nebenbei ist sie auch erfolgreiche Leichtathletin. Und ihre Teamkollegin Rike Breuing ergänzt: "Es ist immer schön, Mama auf der Tribüne schreien zu hören."

Denn Mama Birgit ist selbst Basketballerin mit Leib und Seele und hat Rike und ihre Schwester Fee früher auch mal trainiert. Heute ist Rike selbst Trainerin der U12-Mannschaft und wird bereits langsam an das Seniorenteam herangeführt.

Die Frage nach Idolen erledigt sich bei den Mädchen fast. Sie wissen zwar, dass es eine Frauen-Bundesliga und eine Nationalmannschaft gibt, eine Spielerin aber kennen sie nicht. Als Vorbild taugt daher wohl am ehesten der deutsche NBA-Star Dirk Nowitzki - "zumindest ein bisschen, eher aber noch Stefanie Benting", geben die Mädels lachend zu Protokoll. Benting ist seit Jahren eine der Leistungsträgerinnen bei den Damen des FCN.

Zusammenhalt? Groß. Identifikation? Groß.

Zusammenhalt und Identifikation mit dem Verein sind spürbar groß in Nordkirchen. Trotzdem hatten die Jugendteams in den letzten Jahren immer wieder mit einem Schwund an Spielerinnen zu kämpfen.

"Es ist halt eine zeitintensive Sportart", erklärt Irina Tepe, "mit Hin- und Rückfahrt ist man sonntags für ein Spiel schon mal vier bis fünf Stunden unterwegs. Viele hören dann irgendwann auf, weil es ihnen mit der Schule zu stressig wird."

 

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