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Abbruchreif oder denkmalwürdig?

WERNE Ist die ehemalige Villa Hicking zwischen Brinkhof und Juffernkamp abbruchreif? Oder ist sie denkmalwürdig? Die Untere Denkmalbehörde der Stadt und das Westfälische Amt für Denkmalpflege suchen eine Antwort auf diese Frage.

von Von Rudolf Zicke

, 01.03.2008

Nachdem in den vergangenen Tagen rund um die alte Villa massiv gerodet worden ist, sei, so ein Anwohner, „die ganze Schönheit“ des Hauses zu Tage getreten. Man wolle durch die Anfrage verhindern, dass jetzt ganz schnell durch einen Abbruch Fakten geschaffen würden, die nicht mehr rückgängig gemacht werden könnten.

Villa auf dem Prüfstand

„Wir haben jetzt das Westfälische Amt für Denkmalpflege eingeschaltet“, berichtete Monika Geißler, Bauordnungsamtsleiterin und städtische Denkmalschützerin. Sie hofft, dass die Inventarisierungsabteilung der Münsteraner Behörde, die für die Aufnahme von erhaltenswerten Objekten in die Denkmalliste zuständig ist, schnell reagiert, vor Ort das Gebäude in Augenschein nimmt und ihr Urteil abgibt.

Kritik zeigt Wirkung

Denn: Der Stadt liegt bereits ein Abbruchantrag für die Villa vor, dessen Bearbeitung nicht unendlich hinausgezögert werden kann. Einen ersten Erfolg  ihrer harschen Kritik an dem Neubau können die Nachbarn im Übrigen bereits verbuchen.

„Der Investor hat signalisiert, dass er umplanen will“, erklärte Monika Geißler. Er habe angekündigt, dass er das Bauprojekt deutlich abspecken wolle. Deshalb werde die vorliegende Bauvoranfrage nicht weiter bearbeitet, so Geißler.

Ausgang ungewiss

Das vom Investor geplante dreigeschossige Haus mit 21 Wohnungen und einer 36 Meter langen Front ist für die Anwohner ein Ärgernis. Leider gibt es für den betroffenen Bereich  keinen  Bebauungsplan.  Deshalb tritt Paragraph 34 des Baugesetzbuches in Kraft: Ein Bauvorhaben bekommt dann grünes Licht, wenn es sich der Umgebung anpasst – das lässt Interpretationsspielräume zu. Stadt, Politik und die „Bürgergemeinschaft Brinkhof“ sind nun auf die neuen Pläne gespannt.

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