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Alternative zum Heim

WERNE Im Juffernkamp tut sich was: Seit geraumer Zeit wird das ehemalige Wohn- und Praxisgebäude von Dr. Maria Heitmeyer ausgebaut. Die Maßnahme ist jetzt spruchreif: Am Juffernkamp entsteht die "erste ambulante Wohngruppe für Demenzkranke in Westfalen-Lippe".

von Von Arne Niehörster

, 20.12.2007
Alternative zum Heim

Marlies Fränzer (l.) und Constanze planen die erste Seniorenwohngemeinschaft in Werne.

Das haben Marlies Fränzer, Eigentümerin der Immobilie, und Constanze Spellerberg vom Pflegedienst Jakubke, Organisatorin und Ansprechpartnerin, gestern verraten.

"Die Seniorengemeinschaft Juffernkamp grenzt sich dabei ganz klar von betreutem Wohnen oder einem Heim ab", erklärt Spellerberg. Denn das Konzept der neuen Einrichtung basiert auf kleinen Wohngruppen.

"Das schafft familiäre Atmosphäre und vertraute Handlungsfelder. Die Mitarbeiter vor Ort sind Teil der Hausgemeinschaft mit Wohnküche und Aufenthaltsraum."

Am Juffernkamp soll das Leben in aktiver Vielfalt möglich sein. Die Bewohner haben die Freiheit, uneingeschränkt über ihre Fähigkeiten zu verfügen und sie einzusetzen. "Und sie helfen bei den anfallenden Arbeiten wie Essen zubereiten, Wäscheversorgung oder Blumen- und Gartenpflege", so Spellerberg.

Barrierefrei und mit mehr Lebensqualität

Die Seniorenwohngemeinschaft Juffernkamp sei außerdem barrierefrei und schaffe mehr Lebensqualität durch die Gemeindenähe mit demenzgerechten Konzepten, verspricht Marlies Fränzer. Eine klare Abgrenzung zum Wohnheim schafft auch die Klassifizierung zur ambulanten Wohnform durch die Heimaufsicht Unna.

"Das senkt die Kosten für die Bewohner deutlich", versprechen Spellerberg und Fränzer. Bis auf ein Drittel gegenüber einem Wohnheim können die Kosten sinken. Spellerberg: "Das geht bei uns ab 400 Euro für die monatlichen Gesamtkosten los." Für den selbst genutzten Wohnraum (ab 20 m²) inklusive eigenem Bad, der anteiligen Gemeinschaftsfläche und den Nebenkosten.

In Zukunft immer mehr gefragt

Beide sind sich sicher, mit der Seniorengemeinschaft Juffernkamp etwas zu schaffen, was in Zukunft immer mehr gefragt sein wird. "Mit dem Projekt sind wir Vorreiter und wollen zeigen, dass es nicht immer gleich das Heim sein muss." Der Einzug soll im Juni 2008 sein.

Die ambulante Wohngruppe ist für Demenzkranke, unabhängig von der Pflegestufe, konzipiert. Am Juffernkamp werden insgesamt 13 Bewohner in zwei Wohngruppen sowie vier Wohnungen für Ehepaare Platz finden. Infos unter Tel. 98 66 50.

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