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Am Samstag bleibt die Schule leer

WERNE "Ist doch auch jetzt schon möglich." Die Schulleiter der Werner Sekundarschulen winken ab. Für sie ist der Unterricht an Samstagen kein Thema. Trotzdem ärgert sich Realschulchefin Ursula Jahn Gilles (Foto).

von Von Wolfgang Gumprich

, 07.08.2007
Am Samstag bleibt die Schule leer

Ursula Jahn-Gilles, Schulleiterin Realschule.

Sie erfahre nie direkt, sondern "erst aus der Presse" solche Neuheiten. Das Schulgesetz gebe das schon lange her. An der Realschule werden die Jungen und Mädchen zwischen 30 und 32 Stunden unterrichtet.

Für landesweite Unruhe hatte ein Artikel in der Rheinischen Post (Düsseldorf) gesorgt, die sich unter der Überschrift "NRW-Landesregierung schafft Fünf-Tage-Woche an Schulen ab" aus einem Erlass zitiert, den bis zum 14. September Lehrer- und Elternverbände beraten.

Christophorus Gymnasium wartet ab

"Wir machen erst etwas, wenn ein Gesetz da ist", will Dr. Jörgen Vogel vom Christophorus Gymnasium nicht vorpreschen. Seine Schüler arbeiten im Schnitt 30 bis 33 Stunden pro Woche, bei der verkürzten Schullaufbahn von acht Jahren steige der Stundensatz auf 35. Da gebe es Überlegungen, auf den Samstag auszuweichen, die Mehrheit an seiner Schule plädiere allerdings für den Nachmittagsunterricht.

Vogels Kollege von der anderen Straßenseite seht es ähnlich: "Wir bleiben bei der Fünf-Tage-Woche", sagt Lambert Stecher vom Anne-Frank-Gymnasium, "damit bekommen wir alles unter".

Kein Aprilscherz

Hubertus Steiner, Chef der Hauptschule am Windmühlenberg glaubte zunächst an einen Aprilscherz. An seiner Schule sieht er keinen Bedarf, dort werden an den fünf Tagen 31 Stunden pro Klasse unterrichtet.

Zur Zeit gilt ein Erlass vom Juni 1992, der die wöchentliche Schulzeit regelt. Danach kann (!) Unterricht "an höchstens zwei Samstagen im Monat" erteilt werden. Die Schulkonferenz muss darüber entscheiden.

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