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Brand im Kraftwerk

STOCKUM Glimpflich verlief ein Brand in der Ersatzbrennstoffanlage des RWE-Kraftwerks am gestrigen Morgen.Gegen 10 Uhr konnte die Werner Wehr, die mit 40 Einsatzkräften die Werkfeuerwehr des Gersteinwerks unterstützte, wieder abrücken. Es gab keine Verletzten. Die Brandursache ist derweil noch völlig unklar.

von Von Wolfgang Gumprich

, 29.08.2007
Brand im Kraftwerk

Über die Filterhutze auf dem Dach löscht die Feuerwehr den Brand in der Ersatzbrennstoffanlage des Gersteinwerks mit Schaum.

"Erst knallte es, dann stieg schwarzer Rauch auf", beschrieb ein Augenzeuge den Brand, der nach einer Stunde unter Kontrolle war.

Um 8.30 Uhr schlug das kraftwerksinterne Brandschutzsystem Alarm. Die Werkfeuerwehr war nach Angaben von RWE-Pressesprecher André Bauguitte nach wenigen Minuten zur Stelle; die 40 Einsatzkräfte versuchten, an den Brandherd in dem verwinkelten Gebäude an der Hammer Straße heranzukommen. Per Sirene wurden gegen 9 Uhr alle Werner Löschzüge alarmiert, die mit 35 Mann zum Kraftwerk in den östlichen Ortsteil ausrückten. Sie stellten, wie der stellvertretende Wehrführer Thomas Temmann sagte, vor allem die Atemschutzgeräteträger.

Brandursache unklar

Über die genaue Brandursache konnten Feuerwehr und RWE-Pressesprecher am gestrigen Nachmittag noch keine Angaben machen, vermutlich war das Feuer im Feinstaubfilter der Anlage ausgebrochen. Durch den Dachaustritt dieses Filters pumpte die Feuerwehr Löschschaum in die Anlage. Die Werner Löschzüge konnten ihren Einsatz bereits um 10 Uhr beenden, die Werkfeuerwehr stellte die Brandwache vor Ort.

Laut RWE-Pressemitteilung seien keine Personen verletzt. Auswirkungen auf die Umwelt könnten nach dem derzeitigen Kenntnisstand ausgeschlossen werden. Der Kraftwerksbetrieb sei ohne Störung weiter gelaufen.

"Gemeinsames Üben hat sich bewährt"

Guido Ernst, Einsatzleiter der Werkfeuerwehr und Thomas Temmann, stellvertretender Wehrführer, zeigten sich zufrieden mit dem gemeinsamen Einsatz: "Das häufige gemeinsame Üben hat sich bewährt". So konnte ein Übergreifen des Feuers zum Beispiel auf das Ersatzbrennstofflager verhindert werden.

Unter den Begriff Ersatzbrennstoffe werden Siedlungs- Gewerbeabfälle und Sperrmüll zusammengefasst, die besonders aufbereitet werden. "Sie sind schadstoffarm und heizwertreich," beschreibt RWE-Sprecher Bauguitte die Eigenschaften des Brennstoffes.

Über die Schadenshöhe konnten noch keine Angaben gemacht werden, die Sachverständigen werden in den kommenden Tagen nach der Brandursache forschen.

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