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Brücke am Tibaum hat ihre endgültige Position gefunden

Datteln-Hamm-Kanal

STOCKUM Der Datteln-Hamm-Kanal hat eine neue Brücke. Millimeter für Millimeter wurde der Überbau über das Wasser gezogen.

von Von Elisabeth Plamper

, 12.04.2010
Brücke am Tibaum hat ihre endgültige Position gefunden

Fünf Meter ragt die Brücke bereits über den Kanal. Der Ponton zur weiteren Verschiebung liegt bereits bereit.

Der Funktionslauf zur Verschiebung der Kanalbrücke Am Tibaum begann um Punkt 15 Uhr. Langsam, über ein riesiges "Fahrgestell" und hydraulisch mit Hilfe von Stahlseilen gezogen bewegte sich die Brücke in Richtung Kanal. Nach knapp einer viertel Stunde hieß es "Stopp".Geglückter Probelauf

Fünf Meter ragte nun die Brücke genau nach den statischen Berechnungen über die Kanalböschung hinaus. "Würden wir die Brücke weiter nach vorn vorschieben, würde sie abkippen und in den Kanal stürzen", erklärte Uwe Leipziger von Wasserschifffahrtsamt Rheine. Auch Projektleiterin Sabine Weicher war zufrieden mit dem geglückten Probelauf. "Für heute ist Feierabend."

Das galt allerdings nicht für Diplom-Ingenieur Marc Iggesen, der auch die gesetzlich vorgeschriebene, statische Abnahme durchgeführt hatte, und für Diplom-Ingenieur Karl Funke sowie Clemens Hölscher und Uwe Leipziger vom Wasser- und Schifffahrtsamt. Für sie ging es noch einmal zurück in das Containerbüro zur Abschlussbesprechung.

Am frühen Montagmorgen begann dann die eigentliche Verschiebung der Brücke in ihre endgültige Position über den Datteln-Hamm-Kanal. „Wir haben schon um sechs Uhr mit den Vorarbeiten angefangen“, erläuterte Sabine Weichelt. Der Ponton wurde in Position gebracht und die Brücke auf seine vier Hydrauliksäulen aufgelegt.

Fast im Zeitlupentempo wurde diese dann langsam weiter 16,50 Meter über die Säulen hinaus geschoben. „Der Ponton trägt nun das Gewicht der Brücke.“ Von Drahtseilwinden gezogen bewegte sich dieser dann angepasst an das Tempo des hydraulische Vorschubs der Brücke in Richtung gegenüber liegendes Ufer bis die Brücke am Nachmittag schließlich die vorgesehene Position erreichte.   300 Tonnen wiegt die neue Überquerung und ist insgesamt 52,70 Meter lang. Vorrausichtlich wird sie im September für den Verkehr freigegeben und hat mit zwei Fahrspuren und einem separaten Rad- und Gehweg verkehrstechnisch gegenüber ihrem Vorgänger, deutliche Vorteile.

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