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Der 2, 8-Mio.-Euro-Schock

WERNE Aufregung zu später Stunde: Die Sanierung der Feuerwache und der nebenan gelegenen ehemaligen Polizeiwache würde die Stadt gut 2, 8 Mio. Euro kosten.

von Von Hubert Kramer

, 24.10.2007
Der 2, 8-Mio.-Euro-Schock

Michael Zurhorst erhält das Verdienstkreuz am Bande.

Mit dieser Nachricht erschütterte Wilhelm Kemper von der Planungsgruppe K den Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung am Dienstagabend. Das Unnaer Architekten-Unternehmen hatte von der Stadt den Auftrag bekommen, den besten Standort für Feuerwache und Rettungswache sowie die zu erwartenden Kosten zu ermitteln.

"Schockierende Zahlen"

"Das sind schockierende Zahlen", sagte Michael Zurhorst, nachdem Kemper die Einzelposten zu besagter Gesamtsumme addiert hatte. "Wir möchten uns die Berechnungen im Detail ansehen", bat der CDU-Planungsexperte. So erging es auch den anderen Mitgliedern des Ausschusses. Sie wollen das Thema demnächst in den Fraktionen intensiv beraten.

Zuvor hatte Kemper einen anderen denkbaren Standort für Feuer- und Rettungswache als nicht sinnvoll verworfen. In der Diskussion war, die Feuerwache eventuell auf der Erweiterungsfläche der ehemaligen Fürstenhofschule ganz neu zu errichten und den Rettungsdienst an dem Schwesternwohnheim des Krankenhauses St. Christophorus unterzubringen. In dieser Variante sah der Fachmann aus Unna, der bereits in anderen Städten ähnliche Feuer-/Rettungswachen geplant und gebaut hat, einsatzstrategisch große Nachteile.

Optimal sei es dagegen, den Rettungsdienst in ein erweitertes und saniertes Gebäude der ehemaligen Polizeiwache einziehen zu lassen. Die Feuerwache müsste bei dieser Lösung ebenfalls renoviert und ausgebaut werden.

Kempers Büro hatte gleich eine Grobplanung der beiden Wachen mitgebracht. Die erschien den Ausschuss-Mitgliedern auch durchaus schlüssig und funktional, doch sahen sie 2, 8 Mio. Euro als viel zu hohen Kostenfaktor an.

Neubau noch teurer

Alternativen allerdings zeichnen sich nicht ab: Der Abriss von Feuer- und Polizeiwache inklusive komplettem Neubau - so hatte die Stadt schon einmal ausrechnen lassen - würde 3, 9 Mio. Euro verschlingen.

Möglicherweise lasse sich jedoch, so schlug Baudezernentin Monika Schlüter zu überlegen vor, die Erweiterung und Sanierung Zug um Zug umsetzen, finanztechnisch auf mehrere Haushaltsjahre verteilt.

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