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Frauen von Gleichbehandlung weit entfernt

WERME Deutschland, Estland, Zypern, Slowakei – in diesen Ländern verdienen die Frauen 22 Prozent weniger als die Männer. Sie bilden das Schlusslicht in der Europäischen Union.

von Von Wolfgang Gumprich

, 10.03.2008

Dass Gleichberechtigung auch gute hundert Jahre nach dem Beginn der Frauenbewegung immer noch nicht Gleichbehandlung heißt, machte Gabriele Schiek vom Projekt m.i.g. gleich zur Eröffnung des Internationalen Frauentags im Martin-Luther-Zentrum klar. Sie zitierte die Begründerin der deutschen Frauenbewegung Luise Otto, die 1861 erkannte, dass nur der selbstständig sein könne, der sich auf sich selbst verlassen kann. Und so stellten sich den rund hundert Besuchern – darunter einige Männer – drei Frauen vor, die beruflich „ihren Mann“ stehen: Babette Reek, die mit ihrem Verlag digitale historische und ornamentale Bilder vertreibt.

"Kann ich nicht, gibt es nicht."

Simone Stutter, die ein Malergeschäft mit fünf Frauen und zwei Männern leitet. Eva Hartmann, die mit ihrer mobilen Malwerkstatt auch ins Haus kommt und dort zum Malen anleitet. „Kann ich nicht, gibt es nicht“, ist ihr Motto. Valeria Piepenbrock, die am Samstag den zweiten Preis beim Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ in der Kategorie Gesang (Pop) erreichte, gab einige Gesangseinlagen, bei denen auch ihr darstellerisches Talent aufflackerte.

Auswahl am türkischen Büfett

Ihren ersten Auftritt sowohl in Werne als auch in dieser Besetzung hatten Inge Grubert, Marlene Kröner und Elsbeth Werhan als „Die drei Nasen“, sie zeigten Clownerien. Der interkulturelle Frauentreff beteiligte sich zum ersten Mal am Frauentag mit einem türkischen Büfett.  rnst wurde es dann noch einmal bei einem Vortrag der Werner Rechtsanwältin Dr. Andrea Martin, die über frauenspezifische Aspekte des Gleichbehandlungsgesetzes sprach. Sie zitierte den Fall eine türkischen Arbeitnehmerin, die ihren Arbeitgeber auf 500 000 Euro Schadenersatz verklagt.

Die Rechtsanwältin empfiehlt eher Gespräche mit dem Arbeitgeber zu führen als „mit dem Schwert zu kämpfen“. Veranstaltet wurde der mittlerweile 22. Internationale Frauentag von der evangelischen Kirchengemeinde, der Ersten Frauenalternative Werne (Efa), dem Projekt m.i.g, dem interkulturellen Frauentreff, der CDU-Frauenunion, der SPD-Fraktion, der FDP, Bündnis 90/Die Grünen sowie der Gleichstellungbeauftragten. Über den Auftritt der „Kaktusblüten“ berichten wir in unsrer Dienstags-Ausgabe.

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