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Grubenbahn soll aufs Zechengelände

Ausstellungsstück

WERNE Die alte Grubenbahn auf dem Schulhof der Weihbachschule wurde durch den TÜV stillgelegt. Zu lang war die Liste der Mängel, als dass ein Umbau in Frage kam. Jetzt sind Ideen gefragt.

von Von Helga Felgenträger

, 08.04.2010
Grubenbahn soll aufs Zechengelände

Harald Stengl und Michael Rost überlegten, wie die Grubenbahn auf dem Schulhof der Weihbachschule gerettet werden könnte.

Darüber waren sich doch beide am Donnerstagmorgen beim Ortstermin Weihbachschule einig: Der Vorschlag von Professor Dr. Roland Multhaup, die „gefährliche“ Grubenbahn auf dem Zechengelände auszustellen, sei eine hervorragende Idee, meinten Michael Rost von der AGE Bergwerk-Ost (Agentur für gesellschaftliches Engagement) und Harald Stengl von der Stadt Werne.   Der Inhaber der Industrieliegenschaften Zeche Werne hatte daraufhin sein Interesse bekundet, die Bahn vor dem historischen Zechengebäude an der Kamener Straße aufzustellen. Keine Frage sei es, so die beiden Männer, dass sich das Geld für einen Fallschutz, wie es der TÜV angeordnet hatte, nicht mehr lohnen wird.

Die Schule soll 2014 geschlossen werden. Mindestens 20 000 Euro koste die Umrandung mit Rindenmulch oder ähnlichem, schätzt Michael Rost, der gleichwohl seine Hilfe für die Umverlegung zum Zechengelände ankündigte.   Für die Transportkosten könnte die AGE zwar nicht aufkommen, aber alles weitere würde die Gruppe ehemaliger Bergarbeiter ehrenamtlich übernehmen. Beispielsweise müsste die alte Zechenbahn wieder in ihren traditionellen Farben Grau und Schwarz gestrichen werden. Im Sommer hatten die Männer zwar die Lokomotive und die einzelnen Anhänger (Befahrungs-, Tonnen- und Personenwagen) auf Wunsch der Kinder bunt angemalt, aber „diesen Anblick können wir den alten Bergleuten nicht zumuten“, meint Rost.   Doch bevor Entscheidungen getroffen werden, wird sich die Stadt Werne mit der Schule und speziell mit dem Förderverein in Verbindung setzen. „Vielleicht kommt von hier noch eine Idee“, sagt Stengl und wartet das Ende der Ferien ab.