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Hilfe für Familien zielorientierter

LÜNEN Kostenlose Unterstützung bei Erziehungsfragen bekommen Eltern auch weiterhin – allerdings zielorientierter. Die Hilfe wird nicht mehr pauschal finanziert, sondern da, wo sie für Familien den größten Nutzen hat. Unter Federführung von Ludger Trepper, Fachbereichsleiter für Jugend und Familie der Stadt Lünen, entwickelten die Städte Selm, Werne und Lünen gemeinsam mit der Erziehungsberatung des Caritasverbandes ein völlig neues Konzept.

von Von Magdalene Quiring-Lategahn

, 28.12.2007
Hilfe für Familien zielorientierter

Unterzeichneten einen Vertrag mit Modellcharakter: Sylvia Engemann, Beigeordnete der Stadt Selm (v.l.), Günter Klencz, Erster Beigeordneter der Stadt Lünen, Heike Homann, stellvertretende Geschäftsführerin des Caritasverbandes, Elke Kappen, Fachbereichsleiterin Jugend und Familie der Stadt Werne sowie Ludger Trepper, Fachbereichsleiter Jugend und Familie der Stadt Lünen.

Dieses wurde bereits mit Lob des Landesjugendamtes bedacht und hat inzwischen Modellcharakter. Gestern unterzeichneten die Vertreter die Verträge. Während sich die drei Städte bisher mit einem pauschalen Zuschuss finanziell an der Caritas-Erziehungsberatungsstelle beteiligten, wird ab Januar nach Fachleistungsstunden abgerechnet. Damit bleibt zwar genauso viel Geld im Topf wie vorher, es wird allerdings anders verteilt.

Drei-Säulen-Modell

Das geschieht nach einem Drei-Säulen-Modell: Eltern können 15 Beratungsstunden anonym und für sie kostenfrei in Anspruch nehmen. Im Anschluss daran wird das Jugendamt eingeschaltet, das bei Bedarf eine Bescheinigung über weitere kostenfreie Hilfen ausstellt. Zudem werden bestimmte Angebote für spezielle Zielgruppen finanziert, beispielsweise eine Gruppe für Kinder psychisch erkrankter Eltern, was in Lünen durchaus ein Thema sei, wie Ludger Trepper betonte. Auch soziales Lernen, Arbeit mit Kindern aus Trennungsfamilien oder eine Gruppe für getrennt lebende Väter mit Besuchskontakt gehören ins Konzept.

Fachlicher Fortschritt

„Die andere Art der Finanzierung ist ein neues Gebiet für uns, aber die Arbeit wird sich nicht verändern“, erklärt Heike Homann, stellvertretende Geschäftsführerin des Caritasverbandes. „Ich sehe dem positiv entgegen und denke, dass das Ganze wird laufen.“ Elke Kappen, Fachbereichsleiterin Jugend und Familie in Werne, wertet das neue Konzept als fachlichen Fortschritt. Früher seien die Familien über lange Zeit beraten worden, jetzt gebe es nach 15 Stunden eine Rückkopplung. Dann könne überlegt werden, ob vielleicht eine weitere Form der Unterstützung nötig sei. „Wir sind stärker vernetzt“, erklärt sie. Auch die Familien seien deutlicher gefordert: „Die Erziehungsberatungsstelle ist schließlich kein Kummerkasten“, so Kappen.

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