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Hustebecke: Es geht weiter

WERNE Etwa vier Monate hat die Stadt bis jetzt bei den Planungen des Neubaugebietes Hustebecke zwischen Moltkestraße/Vinzenzstraße/Brink/Bergstraße durch die neuen Vergaberichtlinien der EU verloren. Aber immerhin: Es geht weiter.

von Von Rudolf Zicke

, 10.01.2008
Hustebecke: Es geht weiter

Die EU-Vergaberichtlinien haben zwar für eine Verzögerung bei den Planungen für das Baugebiet Hustebecke gesorgt, nun geht?s aber zügig voran.

Wie berichtet musste sich die Stadt Werne nach diversen Urteilen zu den EU-Richtlinien von der Werner Erschließungsgesellschaft (WEG) trennen. Die Sparkassen-Tochter sollte eigentlich einen Teil der Planungen, die Erschließung und die Vermarktung übernehmen, was nun aus Wettbewerbsgründen nicht mehr statthaft ist. Es sei zwar immer noch nicht ganz klar, wie sich die Städte verhalten sollten, damit sie sich nicht in den Fallstricken des EU-Rechts verfangen, erklärte Stadtplaner Ralf Bülte; nichtsdestotrotz treibe die Stadt die Planungen voran - und zwar ohne WEG, sondern in Eigenregie.

Vorfinanzierung

Das allerdings hat seinen Preis. Da die Stadt nun selbst zum Beispiel ein Verkehrs- und Lärmgutachten in Auftrag geben und bezahlen sowie das wasserrechtliche Verfahren durchführen muss, kommen auf sie nicht eingeplante Kosten in Höhe von etwa 140 000 Euro zu. "Diese Summe bekommen wir zwar über den späten Baulandpreis wieder herein", so Ralf Bülte, dennoch muss die Stadt erst einmal in Vorleistung treten und schauen, wo sie das Geld angesichts der schwierigen Finanzlage "loseisen" kann.

Da die WEG nicht nur die Gutachten "bestellen", sondern auch die Ausschreibung der Arbeiten für Straßen- und Kanalbau gemanagt hätte, erwartet die Stadt nun außerdem ein Menge Mehrarbeit. Schließlich, und dies ist in diesem Zusammenhang ein besonderes Kapitel: Die Stadt muss, das ist gesetzlich geregelt, dem günstigsten Anbieter die Aufträge erteilen, die WEG hätte sie dem besten geben können, auch wenn er auf den ersten Blick etwas teurer gewesen wäre.

Hinterlandbebauung?

In der Regel, das zeigt laut Bülte die Erfahrung, rechnet sich dies. Bei "Billigheimern" stimme oft die Qualität nicht, so dass nachgebessert werden müsse. Im Rahmen des laufenden Bebauungsplanverfahren will die Stadt in Kürze, das berichtete Bülte weiter, Kontakt mit einigen Anwohnern der Vinzenzstraße und des Bonenkamps aufnehmen, von denen einige eine Hinterlandbebauung wünschen. Wenn das Interesse entsprechend groß ist, soll diese Option in den Bebauungsplan aufgenommen werden. Wenn jetzt keine allzu großen Hürden mehr auftauchen, soll das Baurecht für etwa 140 Wohneinheiten in der Hustebecke etwa im Herbst dieses Jahres geschaffen sein.

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