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ISS am Werner Sternenhimmel

WERNE Bei sternenklarer Nacht ist sie unverkennbar: die bemannte Raumstation ISS fliegt mit beachtlicher Geschwindigkeit über den Werner Sternenhimmel. So hell und klar, dass der Überflug auch von Laien nicht zu übersehen ist.

von Von Helga Felgenträger

, 15.08.2007
ISS am Werner Sternenhimmel

Bei Dämmerung und guter Sicht ist der Überflug des künstlichen Erdsatelliten deutlich zu erkennen (siehe kleines Bild). Marvin (14) und Mandy (14) Hartleib haben sie am Stockumer Nachthimmel entdecken können.

„Es ist das hellste Flugobjekt am Himmel“, begeistert sich die leidenschaftliche Hobbyastronomin Julia Dröger. Oft sieht sie in den nächtlichen Sternenhimmel. Sie will sich das faszinierende Schaustück der Satelliten nicht entgehen zu lassen.

ISS kommt dreimal vorbei

 „Mit viel Glück kommt sie dreimal in der Nacht vorbei“, so die ehrenamtliche Mitarbeiterin der Sternwarte Bochum. Die ISS überquere alle 90 Minuten das Firmament. Doch die Bahndaten ändern sich. „Manchmal muss man zwei Wochen warten, bis das imposante Objekt, das inzwischen ein Ausmaß so groß wie ein Fußballfeld angenommen hat, wiederkommt“.

In einer Höhe von rund 350 bis 400 Kilometern, etwa dreißigmal so hoch wie ein Flugzeug, kreist die internationale Plattform, an der neben USA auch Europa, Kanada, Japan und Brasilien beteiligt sind, auf der Bahnellipse um die Erde. „Je steiler die ISS über uns hinwegfliegt, desto besser ist sie zu erkennen“, so Dröger und spricht hier von der Richtung, in der der Satellit zur angegebenen Zeit steht, im Fachjargon „Azimut“.

Stockumer Schüler haben sie gesehen

Je stärker die Sonnenkollektoren von der Sonne angestrahlt werden, umso deutlicher lässt sich der imposante Himmelskörper beobachten. Auch die beiden Stockumer Schüler Mandy und Marvin konnten die bemannte Raumstation, die zurzeit aufgrund der beschädigten Endeavour in die Schlagzeilen geraten ist, am Himmel deutlich ausmachen. „Nachdem ich in der Zeitung darüber gelesen hatte, bin ich neugierig geworden“, sagt Marvin. Er positionierte sich mit seiner Schwester im Garten, von wo aus er die ISS gut beobachten konnte.

Nur eins enttäuschte das Geschwisterpaar: Mit dem Teleskop ließ sich die Position der ISS nicht einfangen. „Dafür ist der Himmelskörper zu schnell, das bloße Auge reicht völlig aus“, empfiehlt die Hobbyastronomin, für die genaue Zeit- und Positions-Berechnung im Internet nachzuschauen. Für die einzelnen Städte sind die „Visible Passes“ angegeben. Die Flugrichtung der ISS geht von West nach Ost in rund fünf Minuten über Werne.

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