Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

L518n: "Gegner waren kaum präsent"

WERNE Rund 70 Bürger informierten sich am Montag bei der Anhörung zur Nordwestumgehung (L518 n) und äußerten Anregungen und Bedenken. Mit dem Leiter der Anhörung, Karl-Friedrich Ostholt, sprach Rudolf Zicke u.a. über das weitere Verfahren.

von Von Rudolf Zicke

, 04.12.2007
L518n: "Gegner waren kaum präsent"

Karl-Friedrich Ostholt leitete die Bürgeranhörung zur Nordwestumgehung.

Guten Tag Herr Ostholt, wie beurteilen Sie im Nachhinein den Verlauf der Anhörung?

Ostholt: Ich fand die Anhörung ausgesprochen positiv: Sie war sehr sachlich, es war eine Veranstaltung, bei der alle Beteiligten nur gewinnen konnten. Angesichts früherer Auseinandersetzungen war es schon etwas überraschend, dass die Gegner der neuen Straße kaum präsent waren. Mich hat das nicht sehr verwundert. Ich hatte immer den Eindruck, dass die Gegner quantitativ nie sehr viele waren. Ich glaube, die Bürger, die die neue Straße begrüßen, stellen die wirkliche Mehrheit.

Wie kommen Sie zu dieser Meinung?

Ostholt: Das liegt doch auf der Hand: Die neue Straße entlastet ja nicht nur wenige Wohngebiete im Werner Westen, sondern die ganze Stadt vom Straßenverkehr.

Vorbild für's ganze Land 

        Sind Sie eigentlich enttäuscht, dass die Spendenaktion zur Vorfinanzierung der Straße knapp 125 000 statt der angepeilten 800 000 Euro gebracht hat?

Ostholt: Überhaupt nicht, ich hatte von Anfang an nur gehofft, dass wir auf einen sechsstelligen Betrag kommen. Das ist geschafft; damit haben bewiesen, dass die Stadt gewillt ist, sich an den Finanzierung zu beteiligen. Wir sind zum Vorbild für's ganze Land geworden. Und so etwas wird von der Landesregierung honoriert.

Wie sieht nun das weitere Verfahren aus?

Ostholt: Es sind ja eigentlich zwei Verfahren: Erstens das Umlegungsverfahren, in dem man versucht, zu einer Einigung mit den Eigentümern zu kommen, deren Grundstücke für die Straße benötigt werden. Zweitens haben wir das Bebauungsplanverfahren, zu dem die Bürgeranhörung am Montag gehörte.

Nächste Schritte 

... die nächsten Schritte sehen konkret wie aus?

Ostholt: Anfang 2008 werden die Träger öffentlicher Belange, hauptsächlich Behörden, zur Stellungnahme aufgefordert. Dann erarbeitet die Verwaltung eine Vorlage zu den Anregungen, über die der Stadtentwicklungsausschuss und der Stadtrat beraten werden. Ungefähr April/Mai wird der Bebauungsplan-Entwurf öffentlich ausgelegt. Mit dem Satzungsbeschluss und der Bekanntmachung im Amtsblatt ist der Bebauungsplan rechtskräftig.

Können die Bürger in dem Verfahren noch Einfluss nehmen?

Ostholt: Selbstverständlich! Schon bei der Anhörung am Montag wurden alle Anregungen und Bedenken protokolliert, jetzt können die Bürger noch zwei Wochen lang im Stadthaus ihre Meinung vortragen. Und wenn der Bebauungsplan April/Mai ausgelegt wird, können sie sich nochmals äußern.

"Keine massiven Schwierigkeiten mehr"

Wo könnten noch Schwierigkeiten auftreten?

Ostholt: Eigentlich sehe ich keine massiven Schwierigkeiten mehr. Theoretisch könnte es im Umlegungsverfahren passieren, dass sich Stadt und Grundstückseigentümer nicht einig werden. Da hängt viel von der Bereitwilligkeit der Bürger und vom Verhandlungsgeschick ab.

Wann rechnen Sie mit dem ersten Spatenstich und der Fertigstellung?

Ostholt: Wenn alles klappt, rollen die Bagger zur Jahreswende 2008/2009, die Eröffnung der Straße könnte dann Ende 2010 sein.

  

Lesen Sie jetzt