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Mehr Geld, wenig Freude

WERNE Eigentlich müsste sich der Kämmerer freuen: Die Stadt soll 2008 nach einer ersten Modellrechnung deutlich mehr an Landeszuweisungen und -pauschalen bekommen. Doch Ernst Klaes bleibt skeptisch.

von Von Hubert Kramer

, 28.08.2007
Mehr Geld, wenig Freude

Günter Klaes.

"Damit sind unsere Probleme weißgottnicht gelöst", sagte er gestern gegenüber unserer Zeitung, "unterm Strich dürfte kaum etwas übrig bleiben." Dabei liest sich die Mitteilung des NRW-Innenministeriums zunächst wie ein Lotto-Gewinn:

3,6 Mio. Euro Schlüsselzuweisungen,

710 000 Euro Investitionspauschale,

691 000 Euro Schulpauschale und

82 000 Euro Sportpauschale

machen in der Summe rund 5,1 Mio. Euro, die aus Düsseldorf nach Werne fließen sollen. Das sind 20 Prozent mehr als 2007.

Im Saldo 150 000 Euro

"Klingt im Moment nicht schlecht", meinte der Kämmerer, "aber im Saldo würden wir uns lediglich um 150 000 Euro verbessern." Das liege unter anderem daran, dass es auf der anderen Seite Mehrbelastungen gegenüber der städtischen Planung gebe - zum Beispiel durch die Kreisumlage.

Außerdem sei die Lippestadt auf Jahre noch an das Haushaltssicherungskonzept gebunden. "Schon allein deshalb kann es uns nicht gut gehen", so Klaes. Werne schiebe immer noch ein Defizit von rund 6,2 Mio. Euro vor sich her, das bis 2013 ausgeglichen sein müsse.

Steuerkraft schwächelt

Eine Grundschwierigkeit sieht Klaes darin, dass sich die Steuerkraft Wernes (nach der Modellrechnung +5,4 Prozent) nicht so positiv wie der Landesdurchschnitt (+12,3 Prozent) entwickelt habe. In der Tat: Unna liegt mit +12,2 Prozent fast im Landestrend, Selm mit +10,6 Prozent um einiges besser als Werne, und Bergkamen mit +19,3 Prozent weit jenseits des Durchschnitts.

Im November Klarheit

Dennoch: Die Zahlen fallen laut Klaes für Werne etwas positiver aus, als es Anfang 2007 ausgesehen habe. Zudem könne sich - wie in den vergangenen Jahren - durchaus noch etwas an den Summen ändern. "Die endgültige Berechnung ist für November angekündigt", erklärte der Kämmerer, "mit den dann vorliegenden Zahlen können wir arbeiten."

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