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Mit Vollgas zu Sim-Jü

WERNE Das Großereignis Sim-Jü ist mit großem Aufwand verbunden. Besonders die Schausteller haben zum Kirmes-Start alle Hände voll zu tun. Anreise und Aufbau bedeuten auch für Steffi Schulze-Wenning mit ihrer Fischpfanne viel Arbeit.

von Von Bettina Nitsche

, 26.10.2007

Der Motor des großen Geländewagens brummt gleichmäßig vor sich hin. Aus dem Radio dudelt leise Musik. Steffi Schulze-Wenning wirft einen prüfenden Blick auf die Uhr. 8.30 Uhr. Sie lächelt zufrieden und konzentriert sich wieder auf die Straße. Der Zeitplan passt und das ist wichtig für die Schaustellerfrau.

Sie ist wieder unterwegs. Ihr Ziel diesmal: Sim-Jü in Werne. Hier baut sie ihre Fischpfanne auf. Da das Ziel quasi vor der Haustür der Aschebergerin liegt, kommt sie mit einer Tour aus. „Liegen die Veranstaltungsorte weiter weg, fahren wir zwei Touren, weil wir dann auch die Mannschaftswagen mitnehmen.“

Elf-Meter-Gespann

Auf der Bundesstraße ist wenig los. Sie kann zügig fahren. Zumindest soweit das geht, denn sie zieht einen Wohnwagen hinter sich her. Insgesamt nimmt sie mit dem Gespann elf Meter Straße ein. „Ich muss mich immer wieder an den Anhänger gewöhnen“, sagt sie und lacht. „Den merkt man zwar kaum, aber dennoch ist die Fahrweise eine andere“, erklärt sie und verrät, dass sie eigentlich immer recht schnell unterwegs ist. Die Tour fährt sie mit Vorarbeiter Daniel Müller. Der ist ebenfalls unterwegs und fährt die schwere Zugmaschine, hinter die der sieben Meter lange Fischwagen und ein Auflieger gespannt sind.    

   Plötzlich bremst Steffi ab. Vor ihr ist ein großer LKW. „Den kann ich mit Wohnwagen nicht überholen.“ Während der Fahrt erzählt sie von ihrem Alltag. Um sechs Uhr war sie schon auf den Beinen, hat die Kinder zur Schule gebracht und dann gemeinsam mit ihren Mitarbeitern die Vorbereitungen für den Transport getroffen. Mittlerweile hat sie Werne erreicht. Fährt `rein in den Ort, orientiert sich kurz. Routiniert schlängelt sie sich durch die Stadt zum Kirmesplatz.

Brause-Drops für die gute Laune

Ihr Vorarbeiter ist schon da, hat den Fischstand abgekoppelt und so auf dem Hagen geparkt, dass er als Platzhalter für den Kühlwagen dient. „Den ziehen wir erst kurz vor Beginn der Veranstaltung hierhin“, sagt er. Steffi rangiert den Wohnwagen. Gut gelaunt springt sie aus dem Auto und zieht Bonbons aus der Tasche. „Gute-Laune-Drops“, verrät sie und strahlt, „mit Brause gefüllt.“ Sie schiebt sich einen in den Mund, koppelt den Wohnwagen ab und macht sich auf den Weg zum Marktbüro. „Hier sage ich nur dem Marktmeister Bescheid, dass wir da sind und frage, ob sich standorttechnisch etwas für uns ändert in diesem Jahr.“

Fünf Minuten später ist sie wieder da. „Alles beim Alten“, teilt sie kurz mit und schwingt sich in den Geländewagen. Zurück geht`s für sie und Daniel in einem Auto – und dieses Mal kann Steffi wieder mehr Gas geben.

  

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