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Müll effizienter verfeuern

STOCKUM Seit zwei Jahren läuft die Anlage zur Verfeuerung von Ersatzbrennstoffen im Gersteinwerk in vollem Betrieb. Nun hat der Kraftwerksbetreiber RWE Power weitere Investitionen vorgenommen, um letzte "Kinderkrankheiten" zu beseitigen.

von Von Dennis Werner

, 29.01.2008

Die Maßnahmen sollen die Verbrennung von Ersatzstoffen - sprich aufbereiteter Müll - effizienter und sicherer machen, kündigte Kraftwerksleiter Dr. Waldemar Schulz gestern an. Das Unternehmen reagiere damit auf die Erfahrung, die es in der alltäglichen Nutzung der aufwändigen Anlage habe. Außerdem wolle man so den Umweltbestimmungen des so genannten "Leitfadens" der NRW-Landesregierung gerecht werden.

"Es ist nicht ungewöhnlich, dass am Ende einer Bauphase Änderungen erfolgen müssen", rechtfertigte Kraftwerksleiter Schulz die zusätzliche Investition von knapp einer halben Million Euro. Im Vergleich zu den Gesamtkosten (rund 12 Millionen Euro) sei der Betrag gering.

Änderungsantrag bei der Bezirksregierung gestellt

Bereits im August 2007 hat die Kraftwerksleitung einen entsprechenden Änderungsantrag bei der Bezirksregierung gestellt. Derzeit läuft das Genehmigungsverfahren. Die neuen Gerätschaften sind aber bereits im Betrieb, da unabhängige Gutachter sie überprüft haben. "Einer Genehmigung steht nichts mehr im Weg", so Schulz.

Eine Steigerung der Kapazitäten sei nicht angestrebt, "nur eine höhere Qualität", so Schulz. Derzeit ersetzen die Ersatzbrennstoffe rund zehn Prozent der Regelbrennstoffe Steinkohle und Erdgas.

Störstoffe werden besser beseitigt

Die Anlage sei sehr verschleißintensiv. Vor allem Störstoffe machen den Betreibern das Leben schwer. Daher ist nun die Rückstandsentsorgung verbessert worden, um Schwimmgut und Störstoffe besser zu filtern. Außerdem hat das Unternehmen die Abwasserbehandlung erweitert, indem die Kesselsandentwässerung optimiert wurde. Darüber hinaus wurden zusätzliche Absauganlagen für staubhaltige Luft installiert.

Obwohl diese Form der Energiegewinnung "viel schwerer als gedacht" sei, wertete Dr. Waldemar Schulz die Errichtung der Anlage als Erfolg.

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