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Nach Ärztefehler: Junge bekommt 1,8 Millionen Euro

WERNE Ein siebenjähriger Junge, der durch katastrophale ärztliche Kunstfehler seit seiner Geburt im Werner Christophorus-Krankenhaus schwerstbehindert ist, bekommt bis zu 1,8 Millionen Euro Entschädigung.

von Von Rudolf Zicke

, 20.12.2007

Allein das Schmerzensgeld beträgt 500.000 Euro. In der deutschen Rechtsgeschichte ist bei vergleichbaren Fällen nie eine höhere Summe gezahlt worden.

Neben dem Schmerzensgeld zahlt die Versicherung des Krankenhauses die bisherigen und zukünftigen Pflegekosten. Dies bestätigte Michael Goldt, Geschäftsführer des St. Christophorus-Krankenhauses, gestern gegenüber unserer Zeitung. Nach Angaben des Oberlandesgerichts Hamm, das den Vergleich vorgeschlagen hatte, summieren sich die Zahlungen auf bis zu 1,8 Millionen Euro.

Falsche Entscheidungen der Ärzte

Die werdende Mutter war vor sieben Jahren ins Krankenhaus eingeliefert worden mit dem Verdacht auf Blasensprung, also Öffnung der Fruchtblase. Damals waren ihr weder die erforderlichen Antibiotika verabreicht worden, noch war der medizinisch notwendige Kaiserschnitt vorgenommen worden.

Kind kam mit Hirnschaden zur Welt

Das Kind kam schließlich schwer hirngeschädigt zur Welt und wird auf dauerhafte Pflege angewiesen sein. Krankenhaus-Geschäftsführer Goldt sprach von einer „Katastrophe“ für die Familie des Kindes.

Nach Ansicht von Jochen Taupitz, Experte für Gesundheitsrecht an der Universität Mannheim, sei allein das Schmerzensgeld von 500000 Euro die obere Grenze dessen, was deutsche Gerichte bisher verhängt hätten.

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