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Organisierte Bande auf Bierfass-Klau?

Täter schlugen schon drei Mal zu

22.05.2007

Davon ist zumindest Frank Bispinghoff, Geschäftsführer der Getränke Kooperations Partner GmbH & Co. KG, überzeugt. «Vielleicht arbeiten die Täter sogar mit korrupten Getränke-Großhändlern in Deutschland oder dem europäischen Ausland zusammen», mutmaßte der 31-Jährige gestern gegenüber unserer Zeitung. Denn: Wer klaut schon leere Bierfässer? Diese zunächst kurios wirkende Tat erscheint logischer, wenn man den Hintergrund beleuchtet: Zum 1. April haben sich fast alle deutschen Brauereien auf ein nationales Fass-Pfand verständigt. Nur wer Fässer mit einer entsprechenden Banderole zurückbringt, bekommt 30 Euro Pfand rückerstattet. «Seit diesem Datum registrieren die Getränke-Großhändler vermehrt Einbrüche», erläuterte Bispinghoff den Sachverhalt. Bei der GeKoPa durchtrennten die Täter den eigentlich stabilen Stahlmattenzaun und nahmen sich von dem Lager mit, was sie brauchten. Sie nutzten eine nur schwer einsehbare Einfahrt zu dem Nachbargebäude als Parkplatz für ihren LKW oder Kleintransporter. Drei Mal schlugen sie zu: Am vergangenen Wochenende, ein paar Tage zuvor - und vor etwa vier Wochen. «Jetzt haben wir einen Wachdienst engagiert», zog Bispinghoff Konsequenzen. «Außerdem schaffen wir ein Kamera-Überwachungssystem an.» Die Polizei hat noch keine Spur von den Tätern. «Wir tappen im Dunkeln», gestand Martin Volkmer (Foto). Der Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Unna will an Gelegenheitstäter nicht glauben. «Die brechen Käfige mit Leergut an Einkaufszentren auf», meinte Volkmer , «aber hier ist eine große Nummer abgelaufen.» Hinweise erbittet die Polizei unter Tel. 9 21 68 20. Ob jedoch jemand in der Nachbarschaft etwas gesehen oder gehört hat, ist fraglich: Der Fürstenhof ist mit einer hohen Lärmschutzmauer vom Tatort getrennt. kra-

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