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Radweg mit Umweg

WERNE Seit Wochen wird gebuddelt und gewerkelt. Was Radler begeistert, löst bei Gisbert Bensch im Stadthaus nicht unbedingt Begeisterung aus. Er sieht den neuen Radweg von Bergkamen nach Werne samt umgebauter Lippe-Brücke skeptisch.

von Von Rudolf Zicke

, 30.08.2007

 

Am 20. Oktober soll die offizielle Einweihung des neuen Weges sein.  Ein Datum, das bei Gisbert Bensch von der städtischen Verkehrsabteilung jedoch nicht nur Freude auslöst.

Zwiespältige Gefühle

Der Grund für seine zweispältigen Gefühle: Der Radweg endet direkt hinter der Brücke auf Werner Gebiet; die weitergehende Verbindung über Werne nach Stockum wird aller Voraussicht nach frühestens Ende 2008, wahrscheinlich aber erst im Jahre 2009 fertig gestellt sein.

Deshalb wollte der Regionalverband Ruhr (RVR), der für den Radweg verantwortlich zeichnet, Radler zunächst nach der Brücken-Passage über die viel befahrene Kamener Straße auf den gegenüber liegenden alten Fuß- und Radweg gen Werne lenken. "Das wäre lebensgefährlich" meint Bensch - eine Erkenntnis, die inzwischen aber auch zum RVR durchgedrungen ist.

Umplanung

So wurde umgeplant: Nach der Brücke sollen Radfahrer erst einmal absteigen und ihren Drahtesel hinunter zur Lippe schieben. Von dort geht es bis zum Hanse-Gedenkstein an der westlichen Seite der Kamener Straße Hanse-Gedenkstein, dann wieder bergauf zum Fuß- und Radweg zwischen Horne und Fahrbahn. Doch auch diese Lösung hält Gisbert Bensch für alles andere als ideal. "Welcher Radfahrer nimmt schon solche Umstände in Kauf?" fragt er und ist sich ziemlich sicher, dass die meisten Pedalritter die Radbrücke meiden und gleich entlang der Werner Straße in Rünthe bzw. der Kamener Straße strampeln werden.

Fortsetzung 2008?

Sein Fazit: "Wir fordern von Seiten der Stadt Werne die umgehende Fortsetzung des geplanten Radweges über das ehemalige Zechengelände ." So schnell, wie es wünschenswert wäre, werde dies aber wohl nicht klappen, macht Barbara Klask von der RVR-Pressestelle deutlich. Es müssten noch einige Grundstückskäufe für die Trasse erfolgen, außerdem müssen Fördermittel fließen.

Immerhin gibt es eine konkrete Perspektive, wie Ulrich Wehmann, Leiter des RVR-Fachbereichs Liegenschaften, erklärte. Danach könnten die Grundstückfragen in den nächsten Tagen geklärt sein, mit der Bewilligung der Zuschüsse rechnet er im Januar oder Februar. "Und dann kann´s mit dem Bau los gehen", so Wehmann.

Fünf Kilometer lange Trasse

Die Trasse von der Brücke bis kurz vor dem Stockumer Gersteinwerk ist etwa fünf Kilometer lang und mit rund 650 000 Euro veranschlagt. Die Arbeiten sollen, wenn alles optimal läuft, etwa ein knappes Jahr dauern.

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