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Reisepass birgt neue Technik

WERNE Nur ein kleiner Aufdruck - mehr weist von außen nicht darauf hin, dass in dem Dokument Hochtechnologie steckt.

von Von Dennis Werner

, 20.10.2007
Reisepass birgt neue Technik

Karin Mayer, Mitarbeiterin (links) im Bürgerbüro, und Auszubildende Alina Mertens zeigen, wie der neue Fingerscanner funktioniert.

Auch wenn er nicht anders aussieht, der neue Reisepass kann mehr als die alte "Pappe". Im Deckel, direkt unter dem Bundesadler, befindet sich ein Computerchip, auf dem die biometrischen Daten des Ausweisträgers gespeichert sind. Neben dem Foto, das schon seit längerem dort abgelegt ist, kommen ab dem 1. November noch die Fingerabdrücke des Besitzers hinzu.

Keine schwarzen Finger

Daher nimmt Karin Mayer, Mitarbeiterin im Werner Bürgerbüro, die Fingerabdrücke eines Jeden ab, der einen neuen Reisepass beantragt. Doch Angst vor schwarzen Fingerkuppen muss niemand haben, denn sie benutzt dazu einen modernen Scanner. "Dreimal für jeden Finger. Der Computer errechnet sich dann den besten Abdruck", so Mayer. Nur der kleine Finger wird nicht erfasst.

Nichts weist mehr auf die eigene Identität hin als ein Fingerabdruck. Umso größer sind die Bedenken einiger Bürger, dieses persönliche Detail preiszugeben. Doch solche Sorgen zerstreut Karin Mayer sofort: "Die Fingerabdrücke bleiben nur auf dem Chip gespeichert. Wir behalten die Daten nicht, und auch in der Bundesdruckerei werden sie wieder gelöscht", versichert sie.

Der Chip kann nur mit einem speziellen Lesegerät ausgelesen werden, das es nur in Behörden und etwa dem Zoll am Flughafen gibt. Es diene lediglich der Identifizierung und somit der Sicherheit, so Mayer: "Wenn Leute sich ähnlich sehen, können sie einfach durch eine Zollkontrolle. Mit den Fingerabdrücken ist dies nicht mehr so leicht."

Daten einsehen

Eventuelle Vorstrafen tauchen in dem Dokument nicht auf und seien nicht überprüfbar, da die Daten nicht gespeichert würden. Die Bürger haben jederzeit das Recht, ihre im Pass gespeicherten Daten einzusehen.

Übrigens: Wer keine Finger hat, bekommt den herkömmlichen Ausweis mit dem biometrischen Lichtbild ausgestellt, und wer an den Händen verletzt ist, bekommt einen vorläufigen Reisepass. Er muss ihn später gegen einen regulären eintauschen.

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