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Ruhige Weihnacht - bis Mittwochabend

WERNE Lange hatte es so ausgesehen, als würden die Feiertage für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst ungewöhnlich ruhig und unspektakulär verlaufen. Lediglich die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs wurden durch die Unbilden des Wetters arg gebeutelt. Aber am Mittwochabend gegen 21.20 Uhr musste die Feuerwehr doch noch Sirenenalarm geben.

von Von Rudolf Zicke

, 26.12.2007

Besorgte Anwohner hatten den Notruf gewählt, weil sie Rauch über der Wellpappen-Fabrik aufsteigen sahen. Alle Werner Löschzüge wurden alarmiert, Erinnerungen wurden wach an den dortigen Großbrand vor mehreren Jahren. Glücklicherweise brannte es am Mittwochabend nicht, die Heizungsanlage hatte Rauch oder Dampf ausgestoßen. Nach wenigen Minuten konnte die Feuerwehr Entwarnung geben.

Bis zum Mittwochabend war Feuerwehr-Pressesprecher Heinz Westbomke froh. Seinen Angaben zufolge konnten die Blauröcke zuvor mit ihren Familien ohne eine einzige Alarmierung feiern, die Fahrzeuge konnten in der Garage der Feuerwache bleiben. Offensichtlich hatten die Werner Bürger die Tipps der Feuerwehr beherzigt: Es loderte kein Tannenbaum, keine in der Bratröhre vergessene Weihnachtsgans trübte die friedvolle Stimmung.

Aktivität beim Bauhof 

Beim städtischen Bauhof war die Lage anders: "Seit dem vergangenen Donnerstag mussten wir jeden Tag raus. Nur am zweiten Weihnachtstag hatten wir Ruhe", berichtete Bauhofleiter Jürgen Hetberg. Jeden Morgen sorgten Temperaturen unter 0 Grad für Raureif und Glatteis, für Unfallgefahr auf Straßen, Rad- und Fußwegen.

Besonders das Blitzeis, also der plötzlich einsetzende und gefrierende Regen am Samstag Morgen, sorgte für reichlich Rutschpartien in der Lippestadt. So waren Jürgen Hetberg und weitere sieben Mann jeden Morgen gut beschäftigt. "Wir waren mit drei Großfahrzeugen, mit zwei Fußtrupps und mit zwei Schleppern unterwegs", erklärte Hetberg weiter. Zwischen drei und fünf Stunden täglich wurde "gestreut, was das Zeug hielt."

Salz-Engpässe blieben aus

Dennoch ist es am Bauhof noch nicht zu Salz-Engpässen gekommen wie in früheren Zeiten, als besonders lang anhaltende und bundesweite Frostperioden für Probleme sorgten. Allerdings hat Hetberg bereits nachgeordert; heute soll eine Salzladung am Bauhof eintreffen.

Gestern konnten Jürgen Hetberg und seine Leute erst einmal verschnaufen: "Die Temperaturen lagen die ganze Nacht über 0 Grad, außerdem war noch reichlich Salz auf den Straßen."

Wie es in den nächsten Tagen aussieht, ist bislang nicht ganz klar, da die Wetterdienste mit Graden etwas über dem Gefrierpunkt rechnen. Im Gegensatz zum Bauhof verliefen die Feiertage für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst recht entspannt. Trotz des Blitzeises verzeichnete die Polizei in Werne keine Unfälle, der Rettungsdienst hatte zwar reichlich Einsätze, allerdings allesamt nur "normale" Krankentransporte.

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