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Schwimmen in Grundwasser

WERNE Auch wenn der riesige Bohrer neben dem großen Außenbecken des Solebads den Anschein erweckt hatte; nach Sole haben die Experten der Firma Daldrup & Söhne nicht gebohrt.

von von Dennis Werner

, 04.03.2008
Schwimmen in Grundwasser

Helmut Munsch und Martin Jörke von der Firma Daldrup & Söhne führen die Probebohrung durch.

Trotzdem werden die Badegäste künftig in dem zutage geförderten Wasser schwimmen können: Das Natur-Solebad Werne will drei Viertel seines Frischwasserbedarfs aus Grundwasser beziehen.

Ein paar Wochen Bauzeit

Der benötigte Brunnen dazu soll in den nächsten Wochen entstehen. Nachdem die Probebohrungen heute Mittag abgeschlossen sind, soll mit dem Bau begonnen werden.

Betriebskosten erheblich senken

"Damit können wir die Betriebskosten erheblich verringern", kündigte Bad-Betriebsleiterin Ursula Stiefken gestern an. Jährlich entstehen Versorgungskosten für Frischwasser in Höhe von 150 000 Euro, das die Betreiber teuer bei der Gelsenwasser einkaufen mussten. Mit dem Brunnen soll sich dies drastisch ändern. Erwartet werden Einsparungen von 120 000 Euro. Dem steht eine Investition von 60 000 Euro für Brunnenbau und Anschluss an den Wasserkreislauf des Bades gegenüber.

Grundwasser für die Schwimmbecken, nicht für Gastronomie

Mit den auf diese Weise geförderten 90 000 Kubikmeter Wasser im Jahr sollen vor allem die Schwimmbecken befüllt werden. Ausgenommen sind "aus Sicherheitsgründen" die Bereiche Duschwasser und Gastronomiebedarf. "Das machen wir so, obwohl die Qualität des Grundwassers auch dazu reichen würde", sagte Ursula Stiefken.

Nach Wasserprüfung beginnt die Hauptbohrung

Die Wasserqualität werde nach Abschluss der Probebohrung von einem unabhängigen Institut überprüft. "Wir rechnen spätestens Mitte nächster Woche mit den Ergebnissen", so die Betriebsleiterin. Dann werde nahtlos mit der Hauptbohrung begonnen, um noch in diesem Jahr von dem Einsparungspotential profitieren zu können.

Keine Nachteile für die Anwohner

Steht der Brunnen erst, sei die Genehmigung für die Grundwassernutzung reine Formsache. Auch für die Anwohner haben die rund 40 Meter tiefen Bohrungen keine Konsequenzen. "Da passiert nix", versicherte Bad-Techniker Ludger Mackenberg. Auch zu einer höheren Geräuschbelastung werde es nicht kommen.

Abwasser wird wiederverwertet

Weiteres Sparpotential bietet eine Anlage zur Wiederverwertung von Abwasser, die ebenfalls noch in diesem Jahr angeschafft werden soll. "'Die Planungen dafür sind sehr weit und in Relation werden wir ähnlich viel Geld sparen können", so Stiefken.

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