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Selbst ín Shanghai gibt es Knäckebrot

WERNE Es boomt, es kribbelt, es verändert sich. Das waren wohl die wichtigsten Motive für Felix Janssen aus Werne, ein sechsmonatiges Berufspraktikum in Shanghai zu absolvieren. Nach seiner Rückkehr schildert er seine Eindrücke.

von Von Wolfgang Gumprich

, 09.08.2007
Selbst ín Shanghai gibt es Knäckebrot

Fühlte sich wohl in Shanghai: Felix Janssen vor der Skyline der chinesischen Metrople

Ich hatte das Gefühl, da platzt alles aus den Nähten,“ staunt der 27-jährige Wirtschaftsinformatiker noch immer. Während seiner Diplomarbeit an der Uni Göttingen bekam er dieses Stipendium bei der Heinz-Nixdorf-Stiftung. Drei Tage nach dem Examen flog er dann nach Shanghai. Sein Arbeitgeber war Thyssen-Krupp-Materials, ein deutsch-Singapur-Unternehmen. Besonders reizte ihn, dass die Firma erst zwei Jahre alt war. „Ich fand es spannend, die ersten Schritte mitzuerleben.“ Die Firma kauft Produkte aus der ganzen Welt und vertreibt sie weiter.

In China wird anders gearbeitet

Die Chinesische Arbeitsweise könne nicht mit unserer verglichen werden, stellte der Jungmanager schnell fest: „Es geht sehr viel hierarchischer zu, Aufgaben werden sehr detailliert vorgegeben.“ Dies führe immer wieder zu Missverständnissen. „Das ist keine fehlende Arbeitsmoral, da fehlt die Kommunikation“.

Knäckebrot stillt Sehnsucht nach nicht-chinesischer Kost

Außerdem nutzte Felix Janssen die Zeit, das riesige Land zu bereisen. Drei Mal war er in der Hauptstadt Bejing. „Die Chinesen besitzen eine große Offenheit, verfolgen mit große Interesse die westliche Lebensweise, sie sind sehr geduldig.“  Natürlich darf die Frage zur chinesischen Küche nicht fehlen: „Sie ist reichlich, vielfältig, jeder kann überleben.“ In der Nähe seiner Wohnung gab es einen IKEA, dort konnte er seine Sehnsucht nach nicht-chinesischer Kost stillen: „Da gab es Knäckebrot“.

Es war nicht Janssens letzter Aufenthalt in China, doch nun will er sich um seine berufliche Zukunft kümmern. Da sei der Auslandsaufenthalt bestimmt hilfreich. Aber genauso wichtig war für ihn: „In China lernt man, seine eigene Perspektive zu hinterfragen.“