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Sinti und Roma sollen Parkplatz möglichst schnell räumen

Wohnmobilstation

WERNE Dichtes Gedränge herrschte am Dienstag auf dem Parkplatz am Hagen. Vor allem die Wohnmobilstation wurde über Nacht von Mitgliedern einer "Sinti und Roma"-Gruppe in Beschlag genommen. Das ist vielen ein Dorn im Auge.

von Von Jonas Risse

, 06.04.2010
Sinti und Roma sollen Parkplatz möglichst schnell räumen

Der Wohnmobilparkplatz am Hagen wird derzeit von einer Sinti- und Roma-Gruppe belagert.

Rund 25 Wohnmobile und Wohnanhänger belegten den hinteren Teil des Parkplatzes. Die Polizei hatte das Werner Ordnungsamt über die Situation informiert. "Die Gruppe wurde aufgefordert, die Wohnmobilstation so schnell wie möglich zu verlassen", erklärte Kordula Mertens vom Ordnungsamt auf Anfrage unserer Zeitung.

Es sei in den vergangenen Jahren immer mal wieder vorgekommen, "dass solche Gruppen private Grünflächen und öffentliche Parkplätze über einen längeren Zeitraum besetzen", teilte das Ordnungsamt weiter mit. Zuvor waren die Angehörigen der "Sinti und Roma"-Gruppe auf einer Grünfläche am Schloss Cappenberg gesehen worden. "Es ist üblich, dass sie von Ort zu Ort ziehen", weiß Kordula Mertens.Sinti und Roma wurden auf Campingplätzen abgewiesen

Juristisch gesehen sei die Stadt im Recht. Die Gruppe dürfe nicht bleiben, bemerkt Mertens. Nun stelle sich nur noch die Frage, wie die Sinti und Roma überzeugt werden könnten, weiter zu ziehen. "Die Stadt möchte es vermeiden, den Platz mit Unterstützung der Polizei räumen lassen zu müssen", betont sie.

Das Ordnungsamt bat daher am Dienstagnachmittag den Sprecher der Gruppe zu einem Gespräch ins Stadthaus. "Wie zu erfahren war, habe er bei sämtlichen Campingplätzen angefragt, aber immer wieder habe man die Gruppe abgewiesen", teilte die Verwaltung mit. "Doch wir gehen davon aus, dass sie bis spätestens Donnerstag weg sind", sagt Kordula Mertens und verspricht, die Situation weiter im Auge zu behalten.

Parkplatz über Ostern überfüllt Auch der Werner Verkehrsverein ist auf die Situation aufmerksam geworden. Dauerparker seien dem Verein ohnehin schon länger ein Dorn im Auge: "Normalerweise handelt es sich dabei allerdings um drei bis vier Dauerparker", sagt Vorsitzender Rolf Strohmenger.

Die zwölf Wohnmobilflächen im hinteren Bereich des Großparkplatzes am Hagen seien großzügig bemessen und böten reichlich Rangierraum für Touristen. "Aber mit den wöchentlichen Marktbesuchern und den traditionellen Touristen ist der Parkplatz über Ostern ohnehin überfüllt", so Strohmenger.