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Sportszene geschockt: Theo Homann ist tot

Ex-Bundesligaprofi und Geschäftsmann

WERNE Er war immer bestens gelaunt, charmant, galt als Sonnyboy. Seit Montag trauert Wernes Sportszene um Theo Homann. Der Ex-Bundesligaprofi und Geschäftsmann ist tot, er starb völlig überraschend mit 61 Jahren.

von Von Heinz Overmann

, 12.04.2010

Als am Montag die Nachricht vom überraschenden Tod Theo Homanns die Runde machte, waren alle, die ihn kannten, geschockt. Homann gehörte zu den prominentesten Bürgern der Stadt und gewann vor allem durch sein offenes, charmantes Auftreten viele Sympathien. Bekannt wurde Homann durch seine sportlichen Erfolge. Von 1972 bis 1975 war er Stammspieler beim Bundesligisten Wuppertaler SV.   Homann, geboren am 28. April 1948, war Sprössling der bekannten Fußballer-Familie Homann. Er gehörte zu den Jahrgängen, die seinem Verein Spielvereinigung und später nach der Fusion SSV Werne zahlreiche Talente bescherten - das größte war zweifellos Theo Homann. Mit dem SSV Werne feierte er als A-Junior 1966 den größten Erfolg der Vereinsgeschichte, als der SSV bis ins Halbfinale des Westdeutschen Pokals vorstieß.

Sein Talent war entdeckt: 1968 wechselte er zum 1. FC Nürnberg in die Bundesliga, doch er kam mit Trainer Max Merkel nicht zurecht. Homann wechselte zum VfR Mannheim in die zweithöchste Liga. Dann folgten zwei Jahre bei Westfalia Herne, bevor er 1972 beim Wuppertaler SV den Sprung zurück in die Bundesliga schaffte. Hier erkämpfte er sich einen Stammplatz im defensiven Mittelfeld und absolvierte bis 1975 immerhin 49 Bundesligaspiele bei vier Toren.

Dann machte er Bekanntschaft mit Werner Lorant, damals beinharter Verteidiger von RW Essen. Ein einziger Tritt zertrümmerte das Knie von Theo Homann - er wurde Sportinvalide. In seinen erlernten Beruf als Schriftsetzer konnte er wegen des technischen Fortschritts nicht zurück, machte eine Umschulung zum Kaufmann und übernahm 1983 das Sportfachgeschäft von Franz Kesting, ehemaliger Mitspieler beim SSV. Dieses Geschäft betrieb Theo Homann bis zum Tode.

Nach seiner Bundesliga-Karriere ging Theo Homann zurück in den Amateursport. Erste Station war das Amt des Spielertrainers beim SV Herbern, wo er eine erfolgreiche Zeit erlebte. Bis zuletzt war er dem SV Herbern und seinen ehemaligen dortigen Mitspielern eng verbunden. Aber auch in seine Heimatstadt kehrte er als Fußballer zurück und wechselte zu Sportfreunde 67, wo er mit Franz Kesting, ebenfalls ein ehemaliger Profi, für viel Aufsehen sorgte. In den letzten Jahren war er auch Mitglied der bekannten Fußball-Promi-Elf von Ludger Wilkinghoff.

Theo Homann war dem heimischen Fußball stets sehr nahe. Fast jeden Sonntag Nachmittag war der Ex-Profi - meistens in Werne oder Herbern - als Zuschauer auf den Plätzen zu finden.