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"Sturzversuch" bei RV Germania scheiterte

WERNE Kritik und Vorwürfe hat es gegeben. Der 1. Vorsitzende der Reisevereinigung Germania, Heinrich Mühlenberg, musste sich einiges anhören aus den Reihen der Züchter. Zur Neuwahl stellte sich Michael Schulz als "Herausforder" für das Amt. Und dann stimmten die Taubenfreunde ab - geheim.

09.03.2008
"Sturzversuch" bei RV Germania scheiterte

Ernste Gesichter bei Frühjahrsversammlung der RV Germania.

Der Versuch einiger Brieftaubenzüchter, den Vorstand in ihrer Reisevereinigung Germania Werne zu kippen, ist gescheitert. In der Frühjahrsversammlung am Freitagabend sprachen sich 60 der 90 stimmberechtigten Züchter für Heinrich Mühlenberg aus und schenkten ihm auch im 33. Jahr seiner Amtszeit für weitere drei Jahre ihr Vertrauen. Sein Herausforderer Michael Schulz erhielt 26 Stimmen, eine Enthaltung, drei Stimmen waren ungültig.

Schon in der Herbstversammlung im vergangenen Jahr hatte sich angedeutet, dass mehrere Brieftaubenzüchter gegen den amtierenden Vorstand opponieren wollten. Deshalb überraschte es niemanden, als unter Punkt 7 "Vorstandswahlen" Jochen Höinghaus aufstand, geheime Wahlen beantragte und Michael Schulz als Gegenkandidaten von Heinrich Mühlenberg vorschlug.

Vorwürfe und Kritik

"Ohne Not schaffte Heinrich Mühlenberg tiefe Gräben zwischen den Züchtern und hat es nach 33 Jahren im Amt versäumt, einen Nachfolger zu suchen", lautete sein Vorwurf. Und Michael Schulz kritisierte in einer kurzen Stellungnahme das Reisekonzept des Vorstands.

Trotz dieser Vorwürfe setzte sich Heinrich Mühlenberg in einer geheimen Wahl mit einem deutlichen Stimmenvorsprung durch. Und auch der zweite Versuch, mit Jochen Höinghaus als zweitem Vorsitzenden, einen der Kontrahenten von Mühlenberg im Vorstand zu positionieren, scheiterte kurze Zeit später. Der bis dato zweite Vorsitzende Egon Abdinghoff erhielt 51 der abgegebenen Stimmen, Höinghaus 32. Damit war der Versuch, den Vorstand zu kippen, gescheitert. Die anschließende Wahl des ersten Kassierers reine Formsache: Manfred Mecklenbrauk trat ohne Gegenkandidaten an und wurde bestätigt.

Korbgeld nicht erhöht

Auch Leni Schriever, die im Falle einer Niederlage Mühlenbergs ihre Aufgaben niedergelegt hätte, sagte ihre weitere Mitarbeit zu. Zuvor waren der alte Vorstand und der erste Kassierer für das zurückliegende Geschäftsjahr 2007 von der Versammlung entlastet worden. Ferner stimmten die Versammlungsteilnehmer zu, dass der Vorstand die Satzung der Reisevereinigung von September 1983 "überarbeiten und entrümpeln" solle.

Für eine Erhöhung des "Korbgeldes" von 26 auf 30 Cent verweigerte die Mehrheit allerdings ihre Zustimmung: Pro eingesetzter Taube zahlt jeder Züchter weiterhin 26 Cent, auf den Trainingsflügen 20 Cent. Der Vorstand hatte die Preiserhöhung beantragt, weil Dieselkraftstoff und Mautgebühren teurer geworden seien. Unter dem letzten Punkt "Verschiedenes" nahm die Reisevereinigung drei neue Mitglieder auf.

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