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Urteil erst Mitte September

WERNE Das Urteil gegen den mutmaßlichen Mörder der Lüner Hertie-Angestellten Angelika Roßdeutscher verzögert sich. Möglicher Urteilstag ist jetzt der 18. September.

von Von Martin von Braunschweig

, 25.08.2007
Urteil erst Mitte September

Mordopfer Angelika Roßdeutscher.

Nach einem neuen Beweisantrag von Verteidiger Andreas Kost legte das Dortmunder Schwurgericht  am Freitag das neue Datum fest. Der Rechtsanwalt versucht weiter, die Richter davon zu überzeugen, dass sie das inzwischen widerrufene Geständnis seines Mandanten (38) überhaupt nicht verwerten dürfen.

Geständnis entlockt

Der Vorwurf des Verteidigers: Die ermittelnden Polizeibeamten und Staatsanwalt Heiko Artkämper hätten dem Verdächtigen das Geständnis am Tag seiner Festnahme im August vergangenen Jahres mit Mitteln und Vorhaltungen entlockt, die weit über die zulässige "kriminalistische List" hinausgingen. Unter anderem soll der Zeitungs-Werber im Rahmen seiner ersten Befragung unter Erklärungsdruck gesetzt worden sein, indem ihm signalisiert wurde, die Beweislast gegen ihn sei erdrückend und der Tatverdacht entsprechend "dringend".

Weitere Zeugen

Fälschlicherweise soll ihm gesagt worden sein, man habe DNA-Spuren von ihm am Tatort gefunden. In Wirklichkeit war sein genetischer Fingerabdruck jedoch allein im Auto der im Februar 1991 getöteten Angelika Roßdeutscher sichergestellt worden. Ein Umstand, auf den der Angeklagte anders hätte reagieren können - wenn er ihn gewusst hätte. Am Mittwoch soll ein weiterer Polizist als Zeuge vernommen werden. Danach wird plädiert.

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