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Verkaufsoffener Sonntag steht auf der Kippe

Werner Händler beteiligen sich kaum an Aktionen

Eindringlich hat der „Wir für Werne“-Vorsitzende Michael Zurhorst an die Kaufleute appelliert, sich mit Aktionen am verkaufsoffenen Sonntag zu beteiligen. Ansonsten droht am Ende ein böses Erwachen.

Werne

, 01.03.2018
Verkaufsoffener Sonntag steht auf der Kippe

Die Knobel-Aktion am jüngsten Martinssonntag sorgte dafür, dass die Öffnung der Geschäfte rechtssicher war. Da die Beteiligung der Geschäfte jedoch zurückgeht, sind weitere Sonntage gefährdet. © Karolin Mersch

Zum Auto- und Modefrühling soll es traditionell auch wieder einen verkaufsoffenen Sonntag geben. Wie berichtet steht diese Tradition auf juristisch wackeligen Füßen, weshalb Michael Zurhorst die Jahreshauptversammlung der Aktionsgemeinschaft „Wir für Werne“ dazu nutzte, einen dringenden Appell an die Anwesenden zu richten.

Mehr Aktions- als Verkaufsfläche

Das Grundproblem besteht darin, dass ein verkaufsoffener Sonntag nicht der Anlass für einen Besuch in der Stadt sein darf – und der Auto- und Modefrühling trotz großer Aktionsflächen allein als Begründung für eine Sonntagsöffnung nicht ausreichen könnte. „Die sogenannte bespielte Fläche muss größer sein als die Verkaufsfläche“, nannte Zurhorst die Faustformel. Der Vorsitzende betonte, dass es nicht reiche, einfach einen Ständer mit Waren vor das Geschäft zu stellen. „Das ist keine bespielte Fläche. Es muss sich dabei um eine Aktion handeln.“

Deshalb fand unter anderem am jüngsten Martinssonntag das Knobeln statt, das nicht nur die Leute in verschiedene Geschäfte lotste, sondern auch die Bespielung zusätzlicher Flächen ermöglichte. Ein Modell, das auf den Auto- und Modefrühling ausgeweitet werden soll. Sofern denn die Innenstadthändler sich auch beteiligen: „Wenn die Geschäfte weiter verkaufsoffene Sonntage wollen, müssen sie bei den Aktionen mitmachen“, stellte Zurhorst klar.

Drei E-Mails habe das Stadtmarketing bereits an die Händler verschickt – die Resonanz fällt laut Veranstaltungsmanager David Ruschenbaum verhalten aus: „Bisher haben wir zwölf Rückmeldungen für eine Beteiligung“, teilte er auf der Versammlung mit.

Zustimmung der Politik ungewiss

Zu wenig, befand auch Wirtschaftsförderin Carolin Brautlecht: „Damit ist keine Rechtssicherheit gegeben.“ Auf RN-Nachfrage erklärte David Ruschenbaum am Mittwoch, dass mindestens doppelt so viele Händler mitmachen müssten. „Dank der größeren Aktionsflächen kommen wir beim Auto- und Modefrühling noch hin. Aber wenn wir an den Martinsmarkt denken, wird es eng.“

Michael Zurhorst, der auch für die CDU im Stadtrat sitzt, prophezeite: „Wenn sich die Beteiligung nicht bessert, wird die Politik die verkaufsoffenen Sonntage in Zukunft nicht mehr genehmigen.“

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