Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Werner Kunden kaufen "Bio"

WERNE Vor Jahrzehnten wurden Bio-Produkte noch belächelt - zu teuer und unnötig. Heute hingegen nehmen "qualitativ hochwertige Lebensmittel" einen festen Platz in den Regalen ein. Über das Kundenverhalten im Bio-Markt sprach RN-Redakteurin Helga Felgenträger mit Geschäftsführer Markus Gröblinghoff.

von von Helga Felgenträger

, 04.03.2008
Werner Kunden kaufen "Bio"

Kaufhausbetreiber Markus Gröblinghoff.

 Wie Kunden auf das Bio-Angebot der Einzelhändler reagieren, testete die Rewe-Gruppe unter anderem im Einkaufszentrum Gröblinghoff in Werne. Seit einem Jahr kann der Kunde hier zwischen biologischem und herkömmlichem Sortiment wählen.

Guten Tag, Herr Gröblinghoff, wie läuft die Testphase? Werden die Produkte angenommen? Gröblinghoff: Ja. Die Kunden nehmen es sehr gut an. Inzwischen läuft die Aktion auch in unserem Schwesterbetrieb in Bönen. Nach der großen Resonanz haben sich bundesweit Lebensmittelmärkte angeschlossen. Die Zahlen aus dem Verkauf sprechen für uns.

Schwappt die Nachfrage von herkömmlichen Lebensmitteln auf Bio-Produkte über? Gröblinghoff: Das kann man so nicht sagen. 95 Prozent meiner Kunden greifen zu beiden Sortimenten. Es ist ganz selten, dass der Einkaufswagen nur konventionelle oder nur biologische Ware enthält. Die Kunden tendieren zu beidem.

Wo findet der Käufer das neue Bio-Sortiment? Wurde dafür eine neue Abteilung eingerichtet? Gröblinghoff: Nein. Wir haben nicht umsortiert, es wurde nur ergänzt. Bei den Nudeln wie bei jedem anderen Produkt kann der Kunde wählen zwischen Bio oder Normal. Ein Bio-Pfad mit grünen Regalfahnen und dem Slogan "Bio macht Lust" leitet den Käufer durch die Regale.

Zieht sich das Bio-Angebot inzwischen durch alle Lebensmittelbereiche? Gröblinghoff: Ja. Viele Hersteller gingen dazu über, ihre Produkte als hochwertige Ware anzubieten. Von Kraft beispielsweise gibt es jetzt auch den Bio-Ketchup, bei Maggi finden sich jetzt Bio-Fix-Produkte.

Wo liegt das Preisniveau? Unterhalb der Fachmärkte? Gröblinghoff: Teil, teils. Wir liegen auf Augenhöhe mit den Bio-Märkten, sind aber häufig um einige Punkte preiswerter als Reformhäuser.

Wonach gelüstet es die gesundheitsbewussten Käufer? Welche Produkte sind am meisten gefragt? Gröblinghoff: Gefragt sind die klassischen Molkereiprodukte wie vor allem Joghurt, Milch, Quark. Heiß begehrt sind auch verschiedene Müsli-Sorten, Cerealien und Brotaufstriche wie Marmelade oder Frühstückspaste.

Bleiben Sie auch nach der Testphase den Bio-Produkten treu? Gröblinghoff: Auf jeden Fall. Ich bin dabei, das Sortiment noch weiter aufzustocken. Nachdem immer mehr Hersteller zu Alternativen übergehen, werde ich mein Sortiment entsprechend erweitern.

Abschließend noch die Frage. Worin liegt der Unterschied zwischen Bio und Normal? Gröblinghoff: Bio-Produkte sind unter anderem frei von künstlichen Farb-, Aroma- oder Süßstoffen sowie genetisch veränderten oder bestrahlten Inhaltsstoffen und Konservierungsstoffen.

Lesen Sie jetzt