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WestLB-Krise: Städte verlieren Millionen

NRW - Das Milliarden-Loch bei der WestLB kommt auch die Kommunen in NRW teuer zu stehen. Weil die Sparkassen die Landesbank massiv stützen müssen, drohen Städten und Gemeinden Steuerausfälle in Millionenhöhe.

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WestLB-Krise: Städte verlieren Millionen

Das Ringen um die Zukunft der WestLB geht weiter.

Nach Informationen unserer Zeitung müsste allein die Sparkasse Dortmund nach derzeitigem Stand bis zu 23 Millionen Euro für den Bankriesen bereit stellen. Weil diese Summe den Ertrag der Sparkasse schmälert, würden der Stadt rund 9,2 Millionen Euro an Gewerbe- und Körperschaftsststeuern entgehen. „Wir können heute noch keine verlässliche Zahl nennen, aber selbstverständlich haben die Aufwändungen Auswirkungen auf die zu leistenden Steuern“, bestätigt ein Sparkassen-Sprecher.

„Weniger Gewinn bedeutet weniger Steuern“, sagt Wolfgang Hornung, Sprecher des Westfälisch-Lippischen Sparkassen- und Giroverbandes (WLSGV). Der Verband muss als WestLB-Anteilseigner bis zu 500 Millionen Euro aufbringen. Der Betrag wird zum Großteil auf die einzelnen Sparkassen umgelegt. Insgesamt braucht die WestLB zurzeit eine Geldspritze von zwei Milliarden Euro.

Belastung von 30 Millionen Euro "tut weh"

Die Bochumer Sparkasse rechnet mit einer Belastung von rund 16 Millionen Euro. Die Stadt müsste damit auf etwa fünf Millionen Euro Gewerbesteuer verzichten. Die größte Sparkasse im WLSGV, Münsterland Ost, könnte sogar mit über 30 Millionen zur Kasse gebeten werden. Münsters Oberbürgermeister Berthold Tillmann: „Es tut weh, dass dieses Geld nach Düsseldorf fließt, und es wird sich auch auf die Gewerbesteuern auswirken.“

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