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WestLB - die Entscheidung steht bevor

DÜSSELDORF Landesfinanzminister Helmut Linssen (CDU) hat eine zeitnahe Entscheidung über die künftige Ausrichtung der WestLB angekündigt.

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WestLB - die Entscheidung steht bevor

Helmut Linnsen drückt auf´s Tempo.

In der Sondersitzung des Haushalts- und Finanzausschusses sagte Linssen gestern in Düsseldorf, er gehe davon aus, „dass es noch in diesem Monat zu einer Richtungsweisung für eine Zukunftsperspektive der WestLB kommen wird“.

Dabei werde man alle Optionen ausloten, bewerten und dann entscheiden, sagte Linssen. Neben einer gemeinsamen Holding mit der Sachsen LB oder dem Einstieg eines Privatinvestors sei auch eine Kooperation mit der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) möglich. Allerdings stehe man dabei erst am Anfang der Gespräche.

Rasche Trennung

Die Opposition billigte zwar die rasche Trennung von Ex-WestLB Chef Thomas Fischer, warf Linssen aber gleichzeitig vor, im Hinblick auf die künftige Ausrichtung der Bank „planlos“ zu reagieren. Diesen Vorwurf wies Linssen zurück: „Stellen Sie sich vor, ich würde nur eine Option verfolgen und das dann auch noch sagen. Da wäre ich sehr schnell rasiert“, konterte er.

Linssen räumte erstmals öffentlich ein, dass der Zwischenbericht der Bankenaufsicht BaFin, der die Ablösung Fischers und seines Mitvorstandes van den Adel Ende Juli ausgelöst hatte, den Rauswurf des Gesamtvorstandes empfohlen hatte.

Ausweichende Antwort

Auf die Frage des SPD-Abgeordneten Martin Börschel, warum der Aufsichtsrat, dem Linssen angehört, diesem Votum nicht gefolgt sei, antwortete der Minister nur ausweichend: Die positive Reaktion von BaFin-Chef Jochen Sanio, so Linssen, habe doch gezeigt, dass er mit der Entscheidung des Aufsichtsrates zufrieden gewesen sei.

Der endgültige Bericht der BaFin soll Ende August/Anfang September vorliegen, etwas später das Ergebnis der staatsanwaltlichen Ermittlungen. Beide werden auch darüber entscheiden, ob Fischer die geforderten fünf Millionen Euro Abfindung bekommt.

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