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Hoher Anteil Mikroplastik in Ruhr und Emscher

Winzige Plastikteilchen in NRW-Flüssen

NRW Überall Plastik: im Sand am Strand, im Magen von Fischen und an der Oberfläche von Flüssen. In einer Pilotstudie haben fünf Bundesländer das Vorkommen von Plastikmüllpartikeln in Fließgewässern untersucht. Der Rhein ist demnach weniger betroffen als die Nebenflüsse. Bei Ruhr und Emscher sieht das wiederum anders aus.

Winzige Plastikteilchen in NRW-Flüssen

Auch dem Neckar wurden in Baden-Württemberg im Jahr 2014 Wasserproben entnommen, um sie auf Vorkommen von Plastikpartikeln zu untersuchen. Foto: picture alliance / Inga Kjer/dpa

Winzige Plastikteilchen kommen laut einer Pilotstudie an der Wasseroberfläche des Rheins und seiner Nebenflüsse in unterschiedlicher Konzentration vor. Mit anderen Bundesländern hat Nordrhein-Westfalen erstmals gemessen, wie hoch die Konzentration der winzigen Plastikteilchen an der Wasseroberfläche von Fließgewässern ist. Danach enthalten Nebenflüsse vergleichsweise mehr solcher Partikel als etwa der Rhein selbst, teilte das Landesumweltamt am Donnerstag in Recklinghausen mit.

Als „besonders auffällig“ wurden in dem Bericht die hohen Konzentrationen an Emscher- und Ruhr-Mündung genannt, die gleichzeitig die höchsten Konzentrationen im gesamten Messprogramm gewesen seien. Beide Flüsse fließen durch eine dicht besiedelte Region. Bewertet wurden die Ergebnisse ausdrücklich nicht.

52 Messstellen

An der Pilotstudie beteiligten sich neben Nordrhein-Westfalen die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz und Hessen. Dafür wurden von den jeweiligen Landesumweltämtern zwischen Herbst 2014 und Herbst 2015 an 52 Messstellen überwiegend im Einzugsgebiet von Rhein und Donau Wasserproben entnommen.

Insgesamt seien 19:000 darin gefundene Partikel analysiert worden. Davon waren mehr als 4300 kleine Plastikteilchen. Sie stammen von weggeworfenem Plastik oder aus Waschmitteln und Kosmetika. Etwa 99 Prozent der Kunststoffpartikel waren kleiner als 5 Millimeter.

Das NRW-Landesumweltamt erklärte, die Studie solle eine Datengrundlage für weitere Erhebungen schaffen. Als nächstes solle das Mikroplastik im Bett der einzelnen Flüsse untersucht werden.

Größe des Gewässers ist entscheidend

Den Angaben zufolge war die Anzahl der Partikel unterschiedlich an den einzelnen Messstellen. Höhere Konzentrationen seien vor allem in kleineren und mittleren Nebengewässern gemessen worden. Im größten untersuchten Gewässer, dem Rhein, wurden eher niedrige bis mittlere Konzentrationen gefunden. Das habe vor allem damit zu tun, dass durch die größere Wassermenge des Flusses eine stärkere Vermischung und damit eine Abnahme der Partikelkonzentration erfolgt.

dpa

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