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Wirbel um Gasverträge

DORTMUND/ MÜNSTER Post von den Gaslieferanten mit neuen Verträgen sorgt zurzeit bei Hunderttausenden Privatkunden für Verwirrung und ruft die Verbraucherschützer auf den Plan.

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Wirbel um Gasverträge

Nicht einfach unterschreiben - das rät die Verbraucherzentrale RWE-Kunden, die zur Zeit neue Verträge im Briefkasten finden.

Sie fürchten, dass mit Unterzeichnung der Neuverträge Widersprüche der Kunden gegen alte Gasrechnungen hinfällig werden. Deshalb empfiehlt der Bund der Energieverbraucher Betroffenen, „diese Verträge nicht zu unterschreiben“. Die Verbraucherzentrale NRW rät Gaskunden, den Vertrag mit folgendem Zusatz zu versehen: „Ich behalte mir meine Rechte aus dem alten Vertragsverhältnis vor.“

Musterklage nicht ausgeschlossen

Damit sei gewährleistet, dass eingelegte Widersprüche aufrecht erhalten bleiben, so Jürgen Schröder, Jurist der Verbraucherzentrale. Weil die Verbraucherschützer Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Vorgehens der Energieversorger haben, schließen sie eine Musterklage nicht aus.

Bei der RWE Westfalen-Weser-Ems AG (Dortmund) und der Gelsenwasser AG (Gelsenkirchen) stößt die Kritik der Verbraucherschützer auf Unverständnis. Sprecher beider Unternehmen erklärten gegenüber unserer Zeitung, dass die Widersprüche auch nach Abschluss eines Neuvertrages Bestand hätten. Forderungen aus Altverträgen gingen damit nicht verloren.

Keine Versorgungsunterbrechungen bei Streitigkeiten

Bis zum 8. November müssen Deutschlands Energieversorger die Ende 2006 in Kraft getretene „Grundversorgungsverordnung Strom und Gas“ umsetzen. Nach dieser Verordnung müssen Preisänderungen allen Kunden mindestens sechs Wochen vorher schriftlich mitgeteilt werden.

Liefersperren müssen säumigen Zahlern künftig vier Wochen statt bisher zwei Wochen vorher angekündigt werden. Streitigkeiten über die Höhe und die Angemessenheit der Preise rechtfertigen nach dem neuen Gesetz keine Versorgungsunterbrechung mehr.

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