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XXL-Menü mit fadem Beigeschmack

DORTMUND Tim Mälzer kommt nicht mit einer Anrichte aus, nicht mit einem Ofen und schon gar nicht mehr mit der halben Stunde Sendezeit, die er bei „Schmeckt nicht, gibt‘s nicht“ hatte – der TV-Kochsendung, mit der er den Durchbruch schaffte.

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XXL-Menü mit fadem Beigeschmack

Schlägt Schaum: Tim Mälzer.

Tim Mälzer will‘s XXL: Bei seiner neuen Bühnenshow „Ham‘se noch Hack“ kocht er vor Tausenden. Im Scheinwerferlicht stehen zwei Anrichten und zwei Öfen, dazu ein Riesenkühlschrank mit Biervorrat, ein Sessel, der so groß ist, dass man sich reinlegen kann, laute Musik und immer wieder: Sprühfeuerwerk.

„Ich mach‘ gerne einen auf dicke Hose“, hat der Mälzer bei der Vorpremiere in München gesagt. Nur: Wer drei Stunden kochend auf dicke Hose macht, sollte gut an Menü und Zutaten feilen. Die unterscheiden sich wenig, zu wenig von dem, was Mälzer im TV brutzelt: Er rennt zwischen Herd und Kühlschrank hin und her, schnippelt im Eiltempo Gemüse, erzählt so dies und das („Ich esse zum Frühstück Currywurst“), gibt Koch-Tipps: „Salz, Zucker, Pfeffer, Zitrone – mehr Gewürze braucht man nicht.“

Kochfaule Männer machen mit

Einziger Unterschied zum TV-Kochen: Das Publikum mischt kräftig mit. Kochfaule Männer pochieren Eier, Kinder quetschen Tomaten aus. Wer zu spät zur Show kommt, wird ermahnt – und kriegt dann ein Bier.

Mit den Zuschauern umgehen, das kann Mälzer. Frech ist er, ohne zu beleidigen. Lustig sind die Sprüche auch. Eine Stunde lang. Dann sind die Haupt-Show-Zutaten bekannt: Mälzer kocht dennoch zwei Stunden weiter – ein fader Beigeschmack stellt sich ein. 

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