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Zahlen "frisiert oder falsch"

DÜSSELDORF Im Skandal um die giftigen Perfluorierten Tenside (PFT) haben die Grünen schwere Vorwürfe gegen Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) erhoben. „Daten werden manipuliert, Informationen werden verweigert und Halbwahrheiten werden verbreitet“, sagte der Grünen-Umweltexperte Johannes Remmel am Donnerstag im Düsseldorfer Landtag. Uhlenberg wehrt sich.

Zahlen "frisiert oder falsch"

Unklarheiten um PFT-Belastung

Der Minister habe zudem bereits seit Dezember 2006 gewusst, dass es gravierende PFT-Belastungen durch Kläranlagen gebe. Über ein Dreivierteljahr habe Uhlenberg „tatenlos PFT-Einträge in das Trinkwasser von Millionen Menschen im Ruhrgebiet gelangen“ lassen, sagte Remmel. Die Belastungszahlen der Ruhr seien vom Umweltministerium „frisiert oder falsch“ dargestellt worden.

"Ehrabschneidende Behauptungen"

Uhlenberg wies dies als „ehrabschneidende Behauptungen“ zurück. Er habe beim „Problem PFT eine Politik der umfassenden, lückenlosen Information und Aufklärung betrieben“, sagte der Minister. Überall in Nordrhein-Westfalen hielten die Wasserwerke „den strengen und eigentlich erst langfristig zu erreichenden Zielwert von 100 Nanogramm pro Liter Trinkwasser für PFT ein“, sagte Uhlenberg. Auch an der Ruhr sei das Trinkwasser einwandfrei.

FDP-Experte: Kampagnenvorwurf an Grüne

Die SPD-Landtagsabgeordnete Svenja Schulze forderte mehr Transparenz bei den Trinkwasserwerten. Die Landesregierung müsse die Bevölkerung „verbraucherfreundlicher“ informieren. Der FDP-Umweltexperte Holger Ellerbrock warf den Grünen vor, eine Kampagne gegen Uhlenberg zu führen. Dabei hätten selbst Grünen-Politiker aus anderen Bundesländern „anerkennend festgestellt, dass NRW führend in der Aufarbeitung der PFT-Problematik ist“.

Hintergrund der Debatte ist mit PFT verseuchter Dünger, der 2006 illegal auf einem Acker im Sauerland ausgebracht worden war. In der Folge waren erhöhte PFT-Werte in der Möhne, dem Möhnesee und der Ruhr festgestellt worden.

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