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Zeitung: Breuer wird Sparkassenchef

DÜSSELDORF Der nordrhein-westfälische Europaminister Michael Breuer (CDU) soll nach Informationen der „Westdeutschen Zeitung“ neuer Präsident des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes werden.

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Zeitung: Breuer wird Sparkassenchef

Michael Breuer (CDU).

Mit dem Führungswechsel wollen sich die rheinischen Sparkassen offenbar mehr als ein Jahr vor der geplanten Fusion der NRW-Sparkassenverbände in Stellung bringen. Auf den Führungswechsel hätten sich CDU-nahe Sparkassenvertreter und führende Kommunalpolitiker geeinigt, berichtete die Zeitung am Donnerstag.

Eine Bestätigung für die Verbandspersonalie war in Düsseldorf zunächst nicht zu erhalten. Der Landrat des Rhein-Erft-Kreises, Werner Stump (CDU), sagte, es zeichne sich eine deutliche Empfehlung für Breuer ab. Breuer, der bereits mehrfach für dieses Amt ins Spiel gebracht worden war, wollte zu der Meldung keine Stellung nehmen. Im Juli hatte er erklärt: „Ich bin gerne Minister und möchte das auch bleiben.

Enger Vertrauter

Der 41-Jährige ist seit Juni 2005 nordrhein-westfälischer Landesminister für Bundes- und Europaangelegenheiten. Er gilt als enger Vertrauter von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU). Bei einem Wechsel von Breuer zum Sparkassenverband müsste ein neuer Minister gefunden werden.

Seit 11 Jahren ist Karlheinz Bentele Präsident des Rheinischen Sparkassenverbandes. Die aktuelle Amtszeit reicht bis Ende Oktober 2008. Bentele, der der SPD angehört, hatte bereits angedeutet, dass er einem vorzeitigen Wechsel an der Verbandsspitze nicht im Wege stehen würde. In Branchenkreisen gilt der Jahreswechsel 2007/2008 als ein guter Zeitpunkt für eine Staffelstab-Übergabe, wenn die Rheinländer einen neuen Spitzenmann gegen den westfälischen Sparkassenpräsidenten Rolf Gerlach ins Rennen schicken wollen.

In den Versammlungen der beiden Sparkassenverbände haben Kommunalvertreter die Mehrheit. Viele Vertreter sind CDU-Politiker, da die Christdemokraten in den Kommunalparlamenten von Nordrhein- Westfalens die SPD vor Jahren als stärkste Kraft abgelöst haben.

Großverband: Doppelsitz in Düsseldorf und Münster

In dem geplanten neuen Sparkassengesetz für Nordrhein-Westfalen soll die Fusion der Sparkassenverbände festgeschrieben werden. Davon werden Kosteneinsparungen erwartet. Finanzminister Helmut Linssen (CDU) geht davon aus, dass die Sparkassen für den neuen Großverband einen Doppelsitz in Düsseldorf und Münster vorschlagen werden.

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