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Zeugin im Wehrhahn-Prozess erlebte Angeklagten am Tattag

Düsseldorf. Im Prozess um den sogenannten Wehrhahn-Anschlag sollen heute drei Zeuginnen aussagen. Eine von ihnen könnte dem Angeklagten gefährlich werden. Der Ex-Soldat habe sich am Tattag auffällig verhalten, gab sie den Ermittlern zu Protokoll.

Im Prozess um den Bombenanschlag in Düsseldorf vor 18 Jahren soll an diesem Freitag (09.30 Uhr) eine Zeugin aussagen, die dem Angeklagten gefährlich werden könnte. Der Angeklagte war am Tattag im Tatoo-Studio der Frau gewesen. Die Besitzerin des Studios hatte den Ermittlern später zu Protokoll gegeben, dass dieser sich sehr verdächtig verhalten habe.

So sei er an diesem Tag ungewöhnlicher Weise ohne seinen Hund unterwegs gewesen, habe immer wieder von einer dubiosen Verabredung am Tatort erzählt und im Lauf des Tages seine Kleidung gewechselt. Außerdem soll er nach der Tat sehr schnell mit seiner Festnahme gerechnet haben. Zudem habe er eine solche Tat lange zuvor angekündigt - aus Hass auf Ausländer.

Dem 51 Jahre alten Angeklagten mit Kontakten zur rechten Szene wird zwölffacher Mordversuch aus Fremdenhass vorgeworfen. Er bestreitet die Tat. Bei dem Anschlag waren am 27. Juli 2000 zehn Menschen verletzt worden, einige von ihnen lebensgefährlich. Ein ungeborenes Baby starb im Mutterleib. Bei den Opfern handelt es sich um überwiegend jüdische Zuwanderer aus Osteuropa.

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