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Zimmer mit Stall - Ab in die Berge

München. Eine Stewardess tauscht ihr turbulentes Stadtleben gegen frische Landluft und ein imposantes Bergpanorama. Das Ziel: eine eigene Pension. Doch ein grantiger Mitbewohner macht es der 50-Jährigen und ihrer Teenie-Tochter alles andere als einfach.

Zimmer mit Stall - Ab in die Berge

Sophie (Aglaia Szyszkowitz) un der grantige Barthl (Friedrich von Thun). Foto: ARD Degeto/Hendrik Heiden

Überteuerte Wohnungen, volle U-Bahnen und ein hektischer Alltag: Ja, die Großstadt hat auch ihre Tücken. Ruhe und Idylle verspricht dagegen das beschauliche Landleben abseits der Metropolen.

In der Komödie „Zimmer mit Stall - Ab in die Berge“, die an diesem Freitag um 20.15 Uhr im Ersten zu sehen ist, sucht eine Münchnerin ihr Glück auf dem Land - und lässt dafür nicht nur die Stadt hinter sich.

Sophie weiß genau, was sie will. Die österreichische Schauspielerin Aglaia Szyszkowitz (50) verkörpert die entscheidungsfreudige Stewardess, die es satt hat, Getränkewagen durch enge Gänge zu schieben und Tomatensaft auszuschenken. Stattdessen nimmt sie ihr Schicksal in die eigene Hand und das Erbe ihrer gestorbenen Mutter, um eine Pension zwischen saftigen Wiesen und imposanten Gipfeln zu eröffnen. Schnell ist auch ein passender, uriger Hof für sie und ihre kleine Familie im Münchner Umland gefunden: der Fuchsbichlerhof.

Doch Sophies Entscheidung kommt zu plötzlich für ihren französischen Ehemann Philippe (François Smesny), der eigentlich nach Paris ziehen wollte. Er reagiert anders als es sich seine Frau wünscht und macht sich auf und davon. Doch die Powerfrau hält trotz der Reaktion ihres Mannes an ihrem Plan fest. „Modern und unkonventionell“, beschreibt Hauptdarstellerin Szyszkowitz ihre Figur. Was dem Film „eine feministische Komponente“ verleihen würde.

Auch die Teenie-Tochter Leonie (Alina Abgarjan) ist nicht begeistert von der Idee der Mutter und dem einfachen Landleben („Das ist ja wie im Mittelalter.“). Nach nur zwei Nächten versucht sie vergebens, zurück in die Stadt zu fliehen. Da helfen auch keine „Friedens-Spätzle“ mit „Gute-Laune-Salat“, die dem Mädchen als Aufmunterung aufgetischt werden.

Das Problem: Nur eine Bäckerei, ein Gasthaus und jede Menge Funklöcher. Ja, auch das Landleben hat seine Tücken. Doch Sophie trotzt den Widrigkeiten - auch wenn sie in der Dorfgemeinschaft nicht gleich mit offenen Armen empfangen wird.

Vor allem ein bestimmter Dorfbewohner macht Mutter und Tochter zu schaffen: Der pensionierte Apotheker Barthl, dem der Fuchsbichlerhof vor dem Verkauf gehört hat. Verkörpert wird der typisch bayerische Grantler vom Schauspieler Friedrich von Thun (75). Dieser hat es sich in den Kopf gesetzt, sein früheres Zuhause nicht zu verlassen. Vertraglich sichert er sich im Stall des Hofes ein Wohnrecht auf Ewigkeit zu.

Um den unerwünschten Gast trotzdem los zu werden, holen sich Mutter und Tochter tierische Unterstützung: Die Ziegen Brigitte und Baguette sollen es als neue Stallmitbewohnerinnen richten - samt einer Schar Hühner, den „Golden Girls“. Doch ganz so einfach ist es dann doch nicht. Und als Sophie in der Pension Urlauber einquartieren will, eskaliert der Kleinkrieg.

„Zimmer mit Stall“ von Regisseur Ingo Rasper zeigt fast klischeefrei, dass ein Leben außerhalb der Metropolen möglich und sinnvoll ist. Auch wenn der Film auf das ein oder andere typische Rollenbild nicht verzichten kann, die Handlung habe auf jeden Fall Reihen-Potenzial, ist sich Szyszkowitz sicher.

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