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Großes Interesse am Prozess

Zug rammt Güllewagen: Traktorfahrer vor Gericht

Münster/Ibbenbüren Nach einem schweren Zugunglück im Münsterland mit zwei Toten und mehreren Verletzten muss sich seit Mittwoch ein Traktorfahrer vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, den tödlichen Zusammenstoß zwischen einem Gülleanhänger und einer Regionalbahn in Ibbenbüren durch fahrlässiges Verhalten verursacht zu haben.

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Zug rammt Güllewagen: Traktorfahrer vor Gericht

Das Interesse an dem Prozess gegen den Traktorfahrer war groß: Sein Anhänger blieb im Mai 2015 auf einem Bahnübergang liegen, was zu einer Kollision mit einem Zug führte. Zwei Menschen starben bei dem Unglück.

Nach einem schweren Zugunglück im Münsterland mit zwei Toten und mehreren Verletzten steht seit Mittwoch ein junger Traktorfahrer vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 25-Jährigen vor, den tödlichen Zusammenstoß in Ibbenbüren im Frühjahr 2015 durch fahrlässiges Verhalten verursacht zu haben.

Schweres Zugunglück mit Toten in Ibbenbüren

Eine zerstörte Bahnübergangsampel liegt mit zahlreichen, weiteren Trümmerteilen neben einem demoliertem Tank an einer Bahnstrecke.
Ein Zug mit einem zerstörtem Fahrerhaus.
Erste Ermittlungen und Räumungen nach dem schweren Zugunglück.
Bestatter und Feuerwehrmänner bergen eine Leiche zu einem Leichenwagen.
Auf einem Bahnübergang ist es hier zur Kollision des Zuges mit einem landwirtschaftlichen Fahrzeug gekommen.
Die beschädigte Bahn
Auf einem Bahnübergang ist es hier zur Kollision des Zuges mit einem landwirtschaftlichen Fahrzeug gekommen.
Ein demolierter Tank.
Das zerstörte Fahrerhaus
Polizisten beginnen ihre Ermittlungen.
Ein demolierter Tank
Von diesem Traktor hatte sich der Anhänger gelöst.
Das völlig zerstörte Fahrerhaus

Er soll seinen Gülleanhänger nicht richtig am Traktor befestigt haben. Beim Überqueren der Gleise löste sich der angehängte Wagen und steckte auf dem Bahnübergang fest. Alle vier Räder wurden durch eine Notbremse blockiert, die durch das Reißen des Bremskabels ausgelöst worden war.

Eine herannahende Regionalbahn konnte nicht mehr rechtzeitig stoppen und raste mit mehr als 120 Stundenkilometern in das Hindernis. Der Triebwagen wurde eingedrückt. Der Lokführer und eine 18-Jährige starben, 15 Passagiere wurden verletzt, einige von ihnen schwer. 

Zwei Menschen starben, 15 wurden verletzt

Vor dem Amtsgericht Ibbenbüren, das aus Platzgründen in Münster tagte, räumte der Angeklagte zum Prozessauftakt Versäumnisse ein. Er habe die Sicherung seines Gespanns nicht wie vorgeschrieben überprüft. Allerdings habe er den Anhänger nicht selbst angekuppelt und sei davon ausgegangen, dass alles ordnungsgemäß sei. Was passiert sei, tue ihm „wahnsinnig leid“.

Ibbenbüren Ein Gülletransporter bleibt auf einem Bahnübergang stehen, beim Zusammenstoß mit einem Regionalzug sterben zwei Menschen. Etwa 20 Fahrgäste wurden verletzt.mehr...

 

Er schilderte seine verzweifelten Versuche, das Unglück abzuwenden. So hatte er einen Notruf abgesetzt, Nachbarn alarmiert, die das Güllefass mit Ketten von den Gleisen schleppen sollten. Als sich wenige Minuten später die Schranken senkten, rannte er dem Zug entgegen, um den Lokführer zu warnen.

Urteil möglicherweise schon am Montag

Am Unglückstag half der gelernte Fahrzeugmechatroniker wie regelmäßig auf dem Hof einer befreundeten Familie aus. Er hatte Gülle in eine Biogasanlage gebracht. Möglicherweise sei bereits am kommenden Montag (24. Oktober) mit den Plädoyers und einem Urteil zu rechnen, kündigte der Richter an.

Bahnunglück in Ibbenbüren

Ermittlungen gegen 23-jährigen Traktorfahrer

Ibbenbüren Nach dem Bahnunglück mit zwei Toten in Ibbenbüren im Münsterland geht die Ermittlungsarbeit der Polizei weiter. Bei dem Unfall war am Samstag auf einem beschrankten Bahnübergang ein Personenzug mit einem Gülletransporter zusammengestoßen. Im Fokus der Ermittlungen steht nun der Traktorfahrer.mehr...

Von dpa

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