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Zverev erledigt erste French-Open-Pflicht souverän

Paris. Das Auftaktmatch bei den French Open stellte Alexander Zverev diesmal vor keine Probleme. Ein anderer Deutscher verlor davor nach gutem Start, auch eine Altmeisterin schied schon aus. Sogar die Titelverteidigerin flog gleich aus dem Turnier.

Zverev erledigt erste French-Open-Pflicht souverän

Alexander Zverev hatte in Paris keine Probleme mit seinem Auftaktgegner. Foto: Alessandra Tarantino/AP

Das Pariser Tennis-Publikum hatte schon frühzeitig Mitleid mit dem ersten Gegner von Alexander Zverev bei den French Open. Der Weltranglisten-Dritte startete mit dem 6:1, 6:1, 6:2 gegen den Litauer Ricardas Berankis so souverän wie erhofft ins zweite Grand-Slam-Turnier der Saison.

„Natürlich war es für mich ein sehr gutes Match. Das gibt direkt ein bisschen Selbstvertrauen“, sagte Zverev. „Momentan genieße ich es einfach, auf dem Tennisplatz zu sein.“

Ein Jahr nach dem Erstrunden-Aus gegen den viel stärkeren Spanier Fernando Verdasco war Zverev diesmal so überlegen, dass die Zuschauer auf dem Court Suzanne Lenglen Berankis schon anfangs des zweiten Satzes mit Beifall aufmunterten. Da dauerte das Match gerade einmal eine gute halbe Stunde.

Der Weltranglisten-92. ballte dann nach einem Ass auch ein bisschen für die Galerie die Faust, spürte aber frühzeitig, dass Zverev ihn an einem herrlichen Frühsommer-Abend überrollen würde. Mit seinem mächtigen Aufschlag, gewaltigen Grundschlägen, aber auch Gefühl beeindruckte Zverev und knüpfte an seine starken Sandplatz-Wochen mit Turniersiegen in München und Madrid sowie dem Finale in Rom an.

„Es zählt nicht mehr, was in Rom oder in Madrid war. Man muss sich immer wieder neu beweisen. Es ist eine Stärke von Sascha Zverev, dass er einer der besten Aufschläger der Welt ist“, sagte Boris Becker als TV-Experte bei Eurosport. Nach nur 69 Minuten beendete Zverev mit dem ersten Matchball das erste Duell mit Berankis und war nicht sicher, ob es sein schnellster Sieg in einem Match über drei Gewinnsätze war.

In der zweiten Runde trifft der 21-Jährige entweder auf den Tschechen Jiri Vesely oder den Serben Dusan Lajovic, die am Montag gegeneinander antreten. Auch gegen diese beiden hat Zverev noch nie gespielt und ist ebenso klar favorisiert. Die Erwartungen an ihn spielte Zverev aber trotz des tollen Startes erneut herunter. Die Nummer zwei der Setzliste zu sein, empfindet er als schön. „Aber auf dem Platz bedeutet es nichts“, betonte Zverev.

Vor seinem ersten Auftritt war das deutsche Tennis-Kontingent im Stade Roland Garros schon ein wenig kleiner geworden. Grand-Slam-Debütant Oscar Otte schied als erster von 15 deutschen Startern aus. Der 24 Jahre alte Kölner verlor nach gutem Beginn 6:3, 5:7, 2:6, 1:6 gegen den Italiener Matteo Berrettini. Otte war nach dem Aus in der Qualifikation noch nachträglich als sogenannter Lucky Loser ins Hauptfeld gekommen.

Die Überraschung des Tages war das Aus für Titelverteidigerin Jelena Ostapenko. Die Lettin verlor nach ihrem unerwarteten Triumph im Vorjahr diesmal schon in Runde eins 5:7, 3:6 gegen Kateryna Koslowa aus der Ukraine. Auch für US-Altmeisterin Venus Williams war gleich Schluss, wenige Wochen vor ihrem 38. Geburtstag verlor die frühere Weltranglisten-Erste aus den USA 4:6, 5:7 gegen Wang Qiang aus China.

An diesem Montag greifen fünf weitere deutsche Starter ein. Dabei trifft Routinier Philipp Kohlschreiber auf den Kroaten Borna Coric. Andrea Petkovic muss gegen Lokalmatadorin Kristina Mladenovic antreten, die sie 2014 auf dem Weg ins Halbfinale von Paris bezwingen konnte. Laura Siegemund steht gegen die Amerikanerin Coco Vandeweghe vor einer schweren Aufgabe, Tatjana Maria trifft auf die Belgierin Kirsten Flipkens. Auch Peter Gojowczkyk ist nur zwei Tage nach seiner Finalniederlage in Genf schon wieder gefordert, diesmal gegen den Briten Cameron Norrie.

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