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Zwischen Feuer und Eis

Dorsten Nachdem er in den letzten Jahren mehrere Tausend Kilometer durch die Alpen getourt war und mehr als 200 Alpenpässe bezwang, suchte sich Georg Föcker vom RSC Dorsten in diesem Jahr eine neue Herausforderung: die Insel aus Feuer und Eis - Island.

30.08.2007

"Island teilt die Radlergemeinde, entweder man fährt mit dem Rad nie wieder hin, oder man ist so fasziniert, dass man sogleich wieder aufbrechen möchte", erzählt Föcker. Er muss es wissen und er will auf jeden Fall wieder hin. Denn er ist fasziniert von diesem Land, von seiner Weite, von seinen Menschen. "Island", schwärmt er, "ist auch heute noch ein Abenteuer."

Ziel Kjölurroute

Für den Dorstener begann es in der Hauptstadt Reykjavik, doch schon am zweiten Morgen startete er, vorbei an den bekannten Touristenattraktionen wie der Ebene der Volksversammlung oder dem Goldwasserfall Gullfoss, in Richtung Hochland. Über 1607 Radkilometer, davon 350 km extrem zu bewältigende Hochlandpiste standen auf seiner Rundfahrt mit Start- und Zielort Keflavik auf dem Programm.

Föckers Ziel war die Kjölurroute. Sandige Stellen wechseln dort mit quer zur Fahrbahn ausgerichteten Rillen. Auf dieser Waschbrettpiste wurde Material und Körper einiges abverlangt. Kein Wunder, dass Föcker dort die Kette riss. Doch das grandiose Naturerlebnis und das abendliche Bad in einem erdbeheizten Wasserbecken entschädigten für alle Strapazen.

Bei der Weiterfahrt über die nördliche Ringstraße nach Akureyri forderte der Wind seinen Tribut. "Wenn der Wind auf Island bläst, dann bläst er heftigst", beschreibt Föcker, warum er keine Chance hatte, schneller als 10 km/h zu fahren.

Auf seiner Tour begegneten dem Dorstener Radler aus aller Herren Länder. Mehrere Tage fuhr er zusammen mit einem Niederländer, einem Mexikaner, drei Spaniern und zwei Deutschen. Der Niederländer, der nach dem dritten Tag wieder ins Hochland verschwand, kam ihm zehn Tage später in Südisland wieder entgegen, ein tolles Wiedersehen.

Mit der Fahrt über den Öxipass erreichte Georg Föcker die Ostjforde. Hunderte Kilometer kurbelte er sich am Meer entlang, bis er vor den gigantischen Gletschern des Vatnajökul stand. In der Gletscherlagune Jökulsarlon sah er Gletscher kalben und riesige Eisbrocken ins Meer treiben.

Heiße Quellen

Weiter westlich fuhr er wieder ins Hochland, die heißen Quellen von Landmannarlaugar waren sein Ziel. Auf dem schwersten Teil der zweiten Hochlandbefahrung musste er 20 Flussfurten queren, die Anstiege von über 20 % waren auf der Geröllpiste nur schiebend zu bewältigen, die Landschaft dafür aber erneut überwältigend. Von pechschwarzer Lava über grüne bemooste Lavafelder bis zum gelbbraunen Ryolithgebirge reichte die Palette.

Die 35 Grad warmen Quellen boten die dringend benötigte Erholung. Nach diesem zweiten Hochlandabenteuer radelte Föcker schließlich an der Südküste entlang nach Westen. Drei Tage später hatte er es geschafft. Nach 19 Radtagen erreichte er wieder seinen Startort.

Einen ausführlichen Reisebericht mit 430 Fotos finden Sie auf Georg Föckers Homepage unter: www.alpenradtouren.de