Ein Maulwurf namens Jupp sorgt für reichlich Durcheinander

Grillo-Theater

Der Grillo-Theater-Intendant Christian Tombeil hat einen tierisch vergnüglichen Theaterspaß inszeniert - mit technikaffinem Mader, einer Schleichwege kennenden Katze und einem chaotischen Maulwurf.

von Britta Helmbold

Essen

, 13.11.2017, 17:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mateusz Dopieralski spielt den Maulwurf Jupp.  Foto Küster

Mateusz Dopieralski spielt den Maulwurf Jupp. Foto Küster © Diana Küster

Auf die Bühne des Grillo-Theaters hat Carla Friedrich die Unterbühne mit einem geheimen Raum gebaut, in dem auch ein Porträt von Friedrich Grillo hängt. Denn anlässlich des 125. Geburtstags des Essener Hauses hat Gertrud Pigor das wunderbare Familienstück „Jupp – Ein Maulwurf auf dem Weg nach oben“ geschrieben.

Beswingte Musik und viele Wortspielereien

Unterhaltsam inszeniert hat den „Tierischen Theater-Trubel“, so der Untertitel, mit beswingter Musik von Jan-Willem Fritsch Intendant Christian Tombeil für Kinder ab sechs Jahren. Doch auch das erwachsene Begleitpersonal amüsierte sich bei dieser mit vielen Wortspielereien gespickten Uraufführung bestens.

Spielerisch wird den jungen Zuschauern vermittelt, wie ein Theater funktioniert. Unter der Bühne leben die Theatertiere, die heimlich dafür sorgen, dass oben alles klappt. Für die Technik ist Gregor Henzes Marder zuständig, der seiner Kabelsalat-Vorliebe auch ein tolles Lied widmet – begleitet von drei Waschbär-Musikern.

Publikum erlebt fantastische „Froschkönig“-Vorstellung

Neben den alten Theaterhasen (Ingrid Domann und Jens Winterstein) gibt es noch Floriane Kleinpaß als Katze mit Leopardenjäckchen (Kostüme: Anne Koltermann), die zwar die Schleichwege ins Intendantenbüro kennt, aber durchsetzen, dass „Der gestiefelte Kater“ gespielt wird, konnte sie nicht. Über ihnen wird nun der „Der Froschkönig“ mit einer katastrophalen Besetzung geprobt.

Dann ist da noch der neue Praktikant: Mateusz Dopieralski als pfiffiger Maulwurf Jupp, der zunächst das Chaos perfekt macht, schließlich aber mit seiner Idee, das Theater rettet. Und so kommt das Publikum in den Genuss einer fantastischen „Froschkönig“-Vorstellung – Pantomime mit eingesprochenem Text – im Schnelldurchlauf. Viel Applaus für den vergnüglichen Theaterspaß.

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